VERSTOFFLICHUNG DES (UN-)WIRKLICHEN Nils Fock über Candice Lin in der Whitechapel Gallery, London
Entgegen der Tendenz, dass künstlerische Praktiken, die ökologische Fragen vor dem Horizont der Klimakrise verhandeln, eine cleane Ästhetik wählen, arbeitet Candice Lin mit organischem Material und heterodoxen Ordnungsprinzipien. Immer wieder greift sie dabei mit dem Anspruch auf Tierdarstellungen zurück, symbolisch zwischen Mensch und Umwelt zu vermitteln – so auch in ihrer aktuellen Einzelausstellung in London. In „g/hosti“ werden die Ausstellungsbesucher*innen von Figuren, Stoffen und Ereignissen heimgesucht, die zumeist aus der westlichen Realität der ökologischen und kapitalistischen planetaren Zerstörung ausgegrenzt werden, so Nils Fock in seiner Rezension.
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