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Art Basel 2026 TZK x dépendance ZAW 2026 Gallery Weekend Berlin 2026 CFA Berlin Art Basel 2026 TZK x dépendance ZAW 2026 Gallery Weekend Berlin 2026 CFA Berlin
17. April 2026

ARCHIV OHNE WIDERSPRUCH Kathrin Heinrich über Helmut Lang im MAK, Wien

Seit inzwischen fünfzehn Jahren befindet sich das Archiv von Helmut Lang im Museum für angewandte Kunst in Wien, nun eröffnete dort die erste umfangreiche Präsentation, die auf großes Medien- und Publikumsinteresse stieß. Entsprechend dem Wunsch des aus Österreich stammenden Modeschöpfers steht dabei weder seine für die Neunziger Jahre stilprägende Mode im Vordergrund noch seine Person, sondern das von Lang als fortwährende Arbeitssitzung verstandene Gesamtkunstwerk. Dass in Konsequenz Archivalien zu Werbekampagnen, Modenschauen unterschiedslos neben der bildenden Kunst präsentiert werden, der sich Lang seit seinem Rückzug aus der Modewelt 2005 verschrieben hat, regt Kathrin Heinrich zum Nachdenken über die Deutungshoheit über ein Œuvre und dessen institutionelle Rahmung an.

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13. April 2026

JÜRGEN HABERMAS (1929–2026) Von Martin Saar

Die Nachricht vom Tod des hochbetagten Philosophen Jürgen Habermas konnte niemanden überraschen, und doch beeindruckt das enorme Echo, das sie hervorgerufen hat und das weit über die akademische Welt hinausreicht. (...)

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März 2026

Aktuelle Ausgabe

Heft Nr. 141
März 2026
„Misogyny“

Die aktuelle Konjunktur frauenfeindlicher Dynamiken und Topoi reiht sich in eine lange Tradition geschlechtsspezifischer Diskriminierung ein und aktualisiert diese unter Indienstnahme technologischer und politischer Entwicklungen, so die These dieser Ausgabe. Im Gegensatz zu punktuell sexistischen Praktiken oder Äußerungen widmet sich das aktuelle Heft dem Thema „Misogyny“ als einem kulturübergreifenden Phänomen, das eine tiefe, wenn auch oft unbewusste frauenverachtende Haltung zum Ausdruck bringt. Wie sich dies in Literatur, Kunst und Popkultur manifestiert, ist Gegenstand der Auseinandersetzung, wie auch aktuelle mediale und soziopolitische Bedingungen in den Blick genommen werden.

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13. April 2026

JÜRGEN HABERMAS (1929–2026) Von Christoph Menke

Jürgen Habermas’ letztes großes Buch, Auch eine Geschichte der Philosophie, entfaltet ein gedankliches Motiv, von dem sich im Rückblick erkennen lässt, dass es für sein Werk im Ganzen, von Beginn an, grundlegend gewesen ist. (...)

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13. April 2026

JÜRGEN HABERMAS (1929–2026) Von Eva Geulen

Der Tod dieses 96-Jährigen lässt eher mehr als weniger Leute ratlos zurück. Er fehlt als Feind und als Freund. So oder so hat Habermas für Orientierung gesorgt. In einer machtpolitisch enthemmten Welt ist er fehl am Platz. Man kann bezweifeln, ob er dem jüngsten Strukturwandel der Öffentlichkeit gerecht geworden ist. (...)

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Editionen

Allison Katz, „Blondie (handheld version)“, 2026

10. April 2026

DAS GERÄUSCH HERABFALLENDER SPOREN Annette Weisser über „Mykoästhetik – Pilze, Kunst und Kino“ von Ilka Becker

In Kunst und Popkultur sind Pilze als Motiv und Metapher seit etlichen Jahrzehnten präsent und zudem als Akteure und Kooperationspartner in manch künstlerisches Werk eingegangen; man denke an Arbeiten von Diana Lelonek, Claire Pentecost oder Dieter Roth. Ilka Becker befasst sich seit Langem mit Pilzen und Myzelkulturen – unter anderem im Rahmen der interdisziplinären Forschungsplattform mycelial-space.net, die sie mit Sarah Kolb und Jutta Strohmaier betreibt. Im vergangenen Jahr hat sie ein Buch zum Thema publiziert. Mit Annette Weisser haben wir eine Rezensentin gewonnen, die selbst als Künstlerin mit Pilzen gearbeitet und sich in ihrem Roman „Mycelium“ mit persönlichen wie kollektiven Traumata und transformativen Ereignissen im Kontext der Kunstwelt befasst hat. Ihre Besprechung von Beckers Buch dürfte nicht nur Pilznerds neugierig machen.

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8. April 2026

PHONING HOME Alissa Bennett on Olimpia and Other Dolls

The “Year of the Doll” may be over (“Critics at Large” from the New Yorker podcast of the same name announced it back in 2023, tracing the theme from Greta Gerwig’s blockbuster Barbie movie to Yorgos Lanthimos’s Poor Things), but the doll itself is immortal. Yet it is also a memento mori, as Alissa Bennett emphasizes in the latest installment of her “Fiction/Nonfiction” column. Bennett’s longstanding engagement with death, first publicly manifested in her Dead Is Better zines, has led her to a fascination with that which exists on the threshold between life and what lies beyond. A recent encounter with the immortal remains of E.T. at The New Museum prompted her to share her thoughts on how certain dolls – as well as doll-like preserved corpses – communicate with us about life, death, and our own existence as the (still) living.

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2. April 2026

WHY, ACTUALLY? Tom McDonough on Christopher Williams’s “Radio Play”

Listening bars are currently all the rage in Berlin, with devout music lovers increasingly eschewing noisy clubs and bars to listen to choice vinyl selections on audiophile sound systems. A recent event by Christopher Williams put a unique spin on this trend by presenting two recent adaptations of a vintage radio play, originally broadcast in different East and West German versions in the early 1970s. The listening party format might seem custom-made for Williams, as an artist whose work often requires both a high standard of technical expertise and a high level of attention from viewers in highlighting the gaps and continuities that exist within technological processes of transmission – between different places and times, and between different systems and ideologies. Tom McDonough was in attendance and experienced Williams’s characteristic complexity in maximum fidelity.

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27. März 2026

“I THREW AWAY THE REINS / BECAUSE THERE WERE NO REINS” Bruce Hainley on Trisha Donnelly at the Drawing Center, New York, and Tower MMK, Frankfurt am Main

Trisha Donnelly’s work often conveys a sense of muteness, either by giving concrete form to what defies verbal articulation or by stripping established modes of representation of any obvious referential basis. In doing so, the artist draws our attention to what remains when communication lacks any clear object or message, foregrounding aspects of perception or reception that usually go unnoticed. The defiant nature of Donnelly’s practice means her work is often labelled as opaque or even obscure, at times leading to gendered readings that frame the artist as deliberately withholding. But as Bruce Hainley writes in his discussion of two recent solo shows by Donnelly (and a concurrent group exhibition), to focus exclusively on the ontological opacity of her work means overlooking its true center of gravity: the complex movement between the concrete and the cosmic.

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TEXTE ZUR KUNST steht für kontroverse Diskussionen und Beiträge international führender Autor/innen über zeitgenössische Kunst und Kultur. Neben grundlegenden Essays bietet die 1990 in Köln von Stefan Germer (†) und Isabelle Graw gegründete und seit 2000 vierteljährlich in Berlin publizierte Zeitschrift Interviews, Gesprächsrunden und ausführliche Besprechungen zu Kunst, Film, Musik, Markt und Mode ebenso wie zu Kunstgeschichte, Theorie und Kulturpolitik. Seit 2006 erscheinen der umfangreiche, jeweils einem spezifischen Thema gewidmete Hauptteil sowie ausgewählte Besprechungen in Deutsch und Englisch. In jeder Ausgabe wird die Zeitschrift von international renommierten Künstler/innen mit exklusiven Editionen unterstützt.