In seinen Bildern orientiert sich Dirk Skreber an fotografischen Vorlagen, die er in einem malerischen Prozess der Selektion auf ihre wesentlichen Elemente reduziert. Seine Motive reichen dabei von kleinbürgerlichen Einfamilienhäusern zu den medialen Inszenierungen von Unfällen und Katastrophen. Skreber erzeugt in seinen oftmals menschenleeren Gemälden eine melancholische Ruhe, in der selbst Autocrashs die ästhetische Qualität von Stillleben abgewonnen werden kann. Diese emotionale Neutralität zeugt von einem entfremdenden Blick, der das scheinbar Vertraute sieht, ohne es wiederzuerkennen, und die Gegenständlichkeit der Motive mitunter in abstrakte Gebilde aus Form und Farbe umschlagen lässt.
Für "Texte zur Kunst" hat Dirk Skreber ein apokalyptisch anmutendes Bild entworfen. Darin greift er das in seinen Arbeiten wiederkehrende Motiv des Trailers auf. In der Einöde einer Wüste sind zwei ausgebrannte Wohnwagen zu sehen, die über große Satellitenschüsseln miteinander in Kontakt zu stehen scheinen. Der Titel der Arbeit "The Collusion" deutet auf eine verschwörerische Absprache hin - tatsächlich handelt es sich bei den verkohlten Wracks um Labore zur Herstellung der synthetischen Droge "Crystal-Meth". Die Intensität der geheimnisvollen Kommunikation zwischen den Wohnwagen manifestiert sich in einer direkt auf das Papier applizierten Zündschnur. Erst deren Aktivierung vervollständigt die bildimmanente Erzählung durch eine sich in das Papier einbrennende Spur.

