Veranstaltungen - SOVEREIGN WOMEN. Neue Arbeiten von JUTTA KOETHER und ROSEMARIE TROCKEL

Im Rahmen des GALLERY WEEKEND BERLIN freut sich TEXTE ZUR KUNST, am 30. April und 1. Mai unter dem Titel SOVEREIGN WOMEN neue Arbeiten von JUTTA KOETHER und ROSEMARIE TROCKEL bei Berlin-Weekly.com zu präsentieren.

Wir freuen uns auf Ihr Kommen!

TEXTE ZUR KUNST
c/o Berlin-Weekly.com
Linienstraße 160
10115 Berlin

30. April und 1. Mai 2011

Öffnungszeiten: 11 – 19 Uhr
SONNTAGSFRÜHSTÜCK: 11 – 14 Uhr

 

Im Rahmen des GALLERY WEEKEND BERLIN freut sich TEXTE ZUR KUNST, unter dem Titel SOVEREIGN WOMEN neue Arbeiten von JUTTA KOETHER und ROSEMARIE TROCKEL bei BERLIN-WEEKLY.COM zu präsentieren. Die Arbeiten der Künstlerinnen stehen dabei in enger Verbindung zu Editionsprojekten von TEXTE ZUR KUNST.

In ihren Arbeiten setzt sich JUTTA KOETHER mit der Reproduktion von Zeichnung auseinander. Die Grundlage ihrer Bildinstallation bilden die zwei Zeichnungen auf Transparentpapier, die die Künstlerin für ihre aktuelle Edition bei TEXTE ZUR KUNST ausgewählt hat. Die ursprünglichen Blätter hat KOETHER durchgepaust und damit manuell vervielfältigt. Eingepasst in aufgerichtete Plexiglasrahmen, so dass sie von beiden Seiten betrachtet werden können, stehen immer zwei gleiche Motive Rücken an Rücken aneinander. Im Unterschied zur druckgraphischen Reproduktion musste KOETHER die Bilder hierfür seitenverkehrt abzeichnen, damit sich die Linien überlagern. Dadurch wird die Farbwirkung der Transparentzeichnungen, die an Glasmalereien erinnern, verstärkt; allerdings ist kaum erkennbar, dass jeweils zwei Blätter zusammengefasst sind. Durch dieses Verfahren und die besondere Inszenierung wird das Bild räumlich dem Dazwischen von Intention, Rezeption und Reproduktion ausgesetzt.

ROSEMARIE TROCKEL zeigt Arbeiten der Reihe „Virgin Islands“. Hierbei handelt es sich um Collagen, die die Künstlerin aus bearbeiteten Fotos am Computer entworfen hat. Neben farbigen Veränderungen hat TROCKEL in jedes Bild ein „Island“ in Form eines verzerrten Gesichts eingefügt. Die Motive stammen aus der letzten Zeit und zeigen Freunde der Künstlerin, darunter neben Michel Houellebecq auch JUTTA KOETHER. Ein Motiv wird die Grundlage der kommenden Edition von TROCKEL für TEXTE ZUR KUNST bilden.

Sowohl TROCKEL als auch KOETHER zeigen außerdem jeweils eine skulpturale Arbeit. KOETHER hat einen an den Enden bemalten Kupferstab an die Stirnwand des Raumes gehängt, wie sie ihn häufig für ihre Perfomances nutzt; von TROCKEL ist die Bodenplastik „Atkins“ (2006) zu sehen: eine abstrakte, unförmig-amorphe Masse ist mit dunkelroter Farbe durchzogen, die die ansonsten metallisch schimmernde Oberfläche in die rissige Haut eines Lebewesens verwandelt.