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Philipp Ekardt

DRESSING AFTER THE GREAT DIVIDE Die Emanzipation des Jonathan Anderson

J. W. Anderson, SS 2013

“[…] Bei der Betrachtung dieser Hosen, die 'hot' sind und auch wieder nicht, stellt man fest, dass hinsichtlich der mittlerweile klassischen Mechanismen, mit denen Mode an der Dekonstruktion von Gender arbeitete, ein Wandel stattgefunden hat: Wir beobachten beispielsweise nicht die Erfindung des Unterstatements von 'weiblicher' Kleidung durch die Integration 'männlich kodierter' Elemente (wie es Chanel tat), noch erleben wir die Konstruktion einer angeblich 'femininen' Position durch das Postulieren der Konstruktion aller Gender qua Trans-Vestismus (Gaultier, Mugler etc.) […]. Stattdessen sehen wir Hosen, die wie Röcke aussehen, aber eigentlich immer noch Hosen sind. Es ist als hätte das Verwirrspiel der (schnitt-)technischen Kategorien – Rock? Hose? Hosen als Röcke als Hosen? – die Frage nach dem vermeintlichen Gendering einfach hinter sich gelassen. […]”

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