althoff-edition

Kai Althoff

Kleine Schalen (2000)

Auch wenn der Gegensatz zwischen „high“ und „low“ eigentlich aufgehoben sein sollte, gehört Töpfern nicht unbedingt zu den Tätigkeiten, die man heute mit „Kunst“ assoziiert. Junge Künstler/innen würden sich wohl eher digitaler Möglichkeiten bedienen. Kai Althoff führt nun schon seit einigen Jahren ein ganzes Arsenal „niederer“ Techniken ins Feld – Techniken, die man mit den siebziger Jahren, mit Selbsterfahrungsgruppen oder dem Fach „Handarbeit“ verbindet: Scherenschnitte, Filzcollagen, Skulpturen aus Teppichresten und getöpferte Objekte.Für Texte zur Kunst produzierte er ein Tongefäß, das die Ästhetik der siebziger Jahre auch auf der Ebene seiner Bemalung transportiert: Die ineinander verschwimmenden Farben erinnern an die damals sehr beliebte Batiktechnik. Zugleich trägt dieses glasierte Gefäß aber auch der Tatsache Rechnung, dass diese Ästhetik bereits mehrere Revivals erlebt hat. Insbesondere durch die Farbgebung – Pflaume und Bordeaux – kommen die aktuellen Modefarben ins Spiel; Farbtöne, die Althoff im übrigen auch selbst gerne trägt.

Das Gefäß „Kleine Schalen“ mit Höhe und Durchmesser von ca. 8 cm wurde in Zusammenarbeit mit dem Töpferer Thomas Wielbrand entwickelt und produziert. Sie liegt in einer Auflage von 100 + 10 Künstlerexemplaren vor. Alle glasierten Tonobjekte sind Unikate.