Olivier Mosset

Mitgehangen, Mitgefangen

Ich bin gebeten worden, einen kurzen Text über die Entwicklung des Kunstmarkts und der Kunstwelt der letzten Jahre zu schreiben: wie wir von einer Kunstwelt, in der verschiedene Faktoren "zusammenspielten", zu der kommerzialisierten Kunstwelt von heute gekommen sind; über die Regelungen zwischen Künstler/innen und Galerist/innen (50% -50%); über die zunehmende Bedeutung von Auktionshäusern und über die Begriffe der Professionalität und des Networking. Ich bin natürlich kein Experte. Ich habe keine wirkliche Kenntnis von ökonomischen Gesetzen, und mein Geschäftssinn ist nicht sehr gut entwickelt. Meine derzeitige wirtschaftliche Lage beweist das (obwohl meine tatsächlichen Lebensumstände schlechter sein könnten). Dennoch bin ich bereit, mir über den Markt, was immer er sein mag, Gedanken zu machen. Schließlich bin ich auch ein Teil der Unterhaltungs- oder Kulturindustrie. Der Versuch, darüber zu sprechen, bereitet mir jedoch Probleme. Ein Teilnehmer des Spiels zu sein, nach seinen Regeln spielen zu müssen oder bloß im System überleben zu wollen, schränkt einen bei dem ein, was man darüber denken kann und was davon man sagen möchte. Hier liegt offenbar ein Interessenkonflikt vor.

Die Ereignisse des 11. September sind natürlich bestürzend. Die Tatsache, dass Kamikaze-Flugzeugentführer das Symbol des Welthandels zerstört und seinen Verteidigungsapparat beschädigt haben, ist unglaublich. So dramatisch diese Ereignisse sind, sie werden weder die Weltwirtschaft noch die US Army zugrunde richten, aber sicherlich wird dadurch jetzt jede Kritik am Weltmarkt schwierig, geradezu unpassend erscheinen. Wie ich höre, sind einige Kunstwerke unter den Twin Towers begraben worden: Calder, Miró, Nevelson, Lichtenstein. (Ich erinnere mich, vor einigen Jahren einen großen Frankenthaler dort gesehen zu haben; den hat aber anscheinend niemand erwähnt.) Es scheint geschmacklos, diese Werke zu einer Zeit zu erwähnen, in der noch immer die Leichen im Schutt eingeschlossen sind und in der ein Künstler (Michael Richards), der sein Atelier im World Trade Center hatte, immer noch nicht aufgefunden wurde. Was mich betrifft, so scheint mir die Tatsache, dass ich New York zuerst nicht erreichen konnte (ich kam mit dem Flugzeug aus Europa zurück) und, als ich dort schließlich (mit dem Bus) ankam, es nicht verlassen konnte, symbolisch für meine Beziehung zum Kunstmarkt zu sein. Davon zu sprechen ist jedoch noch geschmackloser. Ich habe diese Sätze in einem Hotelzimmer in Montreal zu schreiben begonnen, schockiert von den Ereignissen des 11. September und der Schließung des amerikanischen Luftraums und aller Grenzen. Eine derartige Attacke stellt einen gleich wieder an die Seite einer Weltordnung, die man zuvor noch in Frage gestellt haben mag. Durch das Ausmaß dieses Anschlags werden die Feinde deiner Feinde deine Feinde.

Es sind merkwürdige Zeiten. Wir könnten am Rande eines Kriegs stehen; einer Art heiligem Krieg (wie es jeder Krieg zu sein scheint). Wir sind traumatisiert. Die Wirtschaft selbst scheint ein Trümmerfeld zu sein. Man sagt uns, dass wir mehr konsumieren sollen (was nichts Neues ist), und die Fluggesellschaften müssen subventioniert werden. Ich glaube nicht, dass es Kunst ist, was wir diesen Aufrufen zufolge kaufen sollen, obwohl natürlich der "Kunstmarkt" ein Teil des Welthandels ist. Diese tragischen Ereignisse und die mögliche Überreaktion können zu einer Rezession führen, oder vielmehr (da eine Rezession, wie man hörte, schon vor diesen Ereignissen unterwegs war) zu einer tieferen Rezession; aber selbst eine massive Rezession wird nicht das System selbst zerstören. Ein anderer Aspekt dieser spektakulären, fürchterlichen und überwältigenden Ereignisse ist, dass sie auch das, was wir machen (Kunst), in einer anderen Perspektive erscheinen lassen. Der Erfolg der Operation, so überwältigend er ist und so fassungslos er einen macht, zeigt uns, dass der verschüttete Calder, die verlorenen Mirós oder Nevelsons nicht so wichtig sind im Vergleich zu den Menschen, die dort waren. Das ganze Ereignis macht einem klar, wie trivial das Kunstgeschäft ist.

Heutzutage muss man sehr vorsichtig sein, wenn man Entwicklungen des Markts und der Welt der Kunstwerke kommentieren will. Wie ich bereits sagte, werden der Welthandel, der Aktienmarkt und der Kunstmarkt nicht verschwinden. Sie waren da und sie werden bleiben. Verglichen mit anderen Märkten hat der Kunstmarkt seine eigenen Besonderheiten. Sie betreffen die Kunstwerke, das, was Kunst ist, und die Qualität der Werke, die hier gehandelt werden. Es ist in der Tat erstaunlich zu sehen, wie erfolgreiche Geschäftsleute von Kunst und manchmal vom Kauf und vom Sammeln von Kunstwerken fasziniert sind.

Natürlich ist der Markt wichtig. Das geht so weit, dass Arbeiten, die vom Markt und seiner Infrastruktur nicht beachtet werden, gar nicht zu existieren scheinen. Es bedeutet, dass jeder Künstler mit diesem System konfrontiert ist. Der Markt erschafft (und verzerrt) alle Werte, die ein Kunstwerk definieren. Die meisten anderen Werte, ethische oder ästhetische, werden eingegrenzt und neutralisiert von einem Markt, der alles, was er berührt, verändert. Die Diskurse der Kunst, ihre Infrastruktur und ihre Institutionen positionieren sie auf dem Markt.

Der Markt generiert Wert. Es gibt einen Unterschied zwischen historischen und zeitgenössischen Werken. Ein historisches Werk hat bereits einen Wert und kann wie andere Gegenstände oder Güter gehandelt werden. Dadurch kann es möglich sein, seine anderen Qualitäten, ästhetische, moralische oder sonstige zu würdigen. Es sieht so aus, als wäre die hauptsächliche Wirkung dieser Qualitäten die Sicherung einer gewissen Glaubwürdigkeit und, in letzter Instanz, des ökonomischen Werts. Viel problematischer ist der Prozess des Markts, wenn es um zeitgenössische Kunst geht, denn hier soll der Markt einen ökonomischen Wert festsetzen für etwas, das noch keinen hat. Der Materialwert einer Arbeit ist üblicherweise gering. Es sind andere Werte, die seinen ökonomischen Wert zu bestimmen helfen: hier wieder ästhetischer Wert (was immer das heißt), moralischer Wert (der - wir befinden uns auf dem Markt - zumindest problematisch ist) und andere: klug zu sein, komisch, unterhaltsam, oder was auch immer, Werte, die nicht viel mit der Kunst selbst zu tun haben. Um ökonomischen Wert zu schaffen, braucht man einen Apparat; hier kommt das System der Galerien, Händler/innen, Zeitschriften und Museen ins Spiel. Man braucht eine Infrastruktur, die ein Interesse und eine Nachfrage für etwas erschafft, das ursprünglich keinen wirklichen Gebrauchswert hat. Natürlich erhält ein Kunstwerk, nachdem es ökonomischen und/oder kulturellen Wert erlangt hat, eine merkwürdige Form von Gebrauchswert für den Käufer: etwa den, die Nachbarn zu beeindrucken, Teil einer Elite zu sein, etwas an die Wand hängen zu können, oder dass ihn durch irgendwelche psychologischen oder masochistischen Aspekte der Kauf eines Werks davon befreit, es selber machen zu müssen. Aber das ist nichts im Vergleich zu der Hoffnung auf den Mehrwert, den die Anschaffung bringen soll. Es gibt verschiedene Ebenen im Kunstmarkt: einerseits die traditionellen Mechanismen von Angebot und Nachfrage, die bei historischen, etablierten oder toten Künstlern zum Tragen kommen, und andererseits, wenn es um einen aufstrebenden Künstler geht, die Momente von Risiko oder Spaß als Teil der Spielregeln. Wenn man Millionen von Dollars anzulegen hat, warum nicht eine davon für ein ausgestopftes Tier ausgeben? Es macht Spaß und könnte sich auszahlen.

Offensichtlich erschafft und unterstützt die Kunstwelt ihren Markt im selben Maße, wie der Markt der Kunstwelt zu existieren erlaubt. Es ist wahr, dass man nicht lange überlebt, wenn man kein Geld verdient: "Gas, grass or ass, no one rides for free." [Ein auf amerikanischen Stoßstangen verbreiteter Spruch. Etwa: "Zahl mit Benzin, mit Gras oder deinem Arsch, umsonst fährt keiner." A. d. Ü.] Es ist auch wahr, dass der Kunstmarkt ein sehr kleiner Teil der gesamten unsere Gesellschaft determinierenden Wirtschaft ist. Nichtsdestoweniger verdoppelt er den allgemeinen Tausch von Waren und Dienstleistungen und ist eine gute Illustration für die Ökonomie und ihren Markt. Das System, beginnend mit den Kunstschulen (die ihre eigene Ökonomie haben), ist interessant aufgrund der Werte, die es erzeugt. Um einen Markt zu schaffen, muss man eine Nachfrage erzeugen und ein Angebot, das diese Nachfrage befriedigt. Das Wesentliche ist die Nachfrage.

Die Mechanismen, durch die Nachfrage erzeugt wird, sind ebenso komplex wie die Mechanismen, die Mehrwert erzeugen. Hier wieder erfüllt die Infrastruktur von Ausstellungen und Zeitschriften ihren Zweck. Die Kunst muss sich ihre Bühne und ihren Diskurs schaffen. Klug zu sein oder fügsam oder Glück zu haben, kann helfen. Mir ist bewusst, dass es intelligente, talentierte und vernünftige Künstler/innen gibt, die brillante Arbeiten machen können, und wohlmeinende Kunsthändler/innen oder Museumsleiter/innen. Auch sie müssen sich denselben Prozessen unterwerfen. Wenn es wahr ist, dass einige Kunstwerke andere Qualitäten als ihren Gebrauchswert haben, so ist es auch wahr, dass das System des Marktes diesem Prozess einen bitteren Beigeschmack gibt. Denen, die sich offenbar von den Summen berauschen lassen, die für ein ausgestopftes Tier oder eine weiße Bildtafel auf Auktionen erzielt werden, habe ich nicht viel zu sagen; doch die Schlimmsten unter uns sind diejenigen Künstler oder ihre Gönner, die einen progressiven Diskurs führen wollen und deren Kritik an den Institutionen und dem Markt schließlich doch nur als Geldwert ihren Produkten hinzuaddiert wird. Der Markt erlaubt es diesen klugen, eifrigen, talentierten oder intelligenten Menschen, ihre Arbeit fortzusetzen, wozu sie vermutlich das Recht haben; im Ganzen jedoch, wenn man darüber nachdenkt (was man glücklicherweise meistens nicht tut), kann die Organisation dieses Systems einen nur deprimieren, selbst wenn man Teil des Spiels ist.

Marktwirtschaft ist eine Realität. Die Widersprüche, die dieser Ökonomie innewohnen, sind ebenfalls Tatsache. Das heißt nicht, dass wir diesen Zustand nicht infrage stellen können, aber wir müssen dabei wissen, dass dies Infragestellen ein Teil der Strategien ist, durch die die Existenz des Marktes affirmiert und gefördert wird. Kunst bestätigt das System, von dem sie produziert wird. Das ist ideologische Praxis. Das Paradox ist: 1. etwas einen Wert zu geben, das in Wirklichkeit keinen hat und 2. eine Nachfrage für dieses Produkt zu schaffen, die in Wirklichkeit nicht vorhanden ist. Neben einer Gewohnheit und einer Geschichte gibt es auch eine Sphäre oder eine Welt, in der diese Praktiken oder Möglichkeiten existieren. Dies bedeutet, um genauer zu sein, dass man nicht gleich eine Struktur schaffen muss, um den Wert zu steigern; es genügt, die existierende Struktur zu durchschauen und sie zu modifizieren. Wir können die Bedeutung des Marktes nicht unterschätzen. Tauschwerte sind die letzten Werte. Profit und Kapitalakkumulation formen nicht nur die gesellschaftlichen Beziehungen, sondern auch die soziale Praktiken, und unter diesen die der Kunst. Die Konsumption und Distribution des Kunstgegenstandes erhält Vorrang vor seiner Produktion.

Eines ist klar: Kunst muss heuchlerisch sein. Jedoch nicht auf die Weise, auf die sie das normalerweise ist, indem sie interessant aussieht, nur um ihren Wert auf dem Marktplatz zu steigern. Sie muss in die andere Richtung hypokritisch sein: wie nette, historische, wertvolle Kunst aussehen, aber etwas anderes sein. Kunst kann eine Dimension haben (man kann sie manchmal auch bei anderen Waren finden), die sehr verzwickt ist und schwierig zu definieren. Sie könnte sogar dem Augenblick oder einer Mode unterworfen sein. Sie kann auch überdauern. Es ist etwas, das sich richtig anfühlt, ohne clever zu sein, eine richtige Platzierung oder etwas, das formal oder konzeptuell "einen Punkt hat" (ich vermute, normalerweise formal und richtig präsentiert). Ich weiß nicht, ob das eine Frage des Geschmacks ist. Diese Dimension ist es, die in meinen Augen ein Werk gut macht oder nicht, interessant oder weniger interessant. Ich weiß wohl, dass es nichts außer dem gibt, was es gibt, aber manchmal ist das, was da ist, beunruhigend, oder es ist genau das, was es vorgibt zu sein; und dadurch, dass es das ist, erreicht es eine andere Dimension. Dies alles ist kompliziert, denn es kann seinem Objekt Wert hinzufügen, obwohl es jenseits von Wert sein sollte. Es sollte versuchen, anderswo zu sein, was natürlich unmöglich ist. Man muss sich daran erinnern, dass selbst wenn man keine absurden Preise für etwas bezahlt, das keinen Wert hat, man bereits dadurch, dass man ein Werk nur anschaut, darüber nachdenkt oder spricht, ebenso eine Figur im Spiel des Markts ist.

Auch wenn es den Wert eines Werks steigert, betrachtet zu werden, muss ein gutes Werk seine Unwirklichkeit oder genauer seine Unwichtigkeit deutlich machen, das heißt seine vollkommene Neutralität. Ein gutes Kunstwerk sollte nicht im ökonomischen Spiel mitspielen, obwohl es unmöglich ist, dies nicht zu tun. Wenn es verkauft ist, und das ist es immer (früher oder später), wird sein Zweck und seine Existenz verleugnet. Dies alles ist seinem Wesen, seiner Form oder seiner Ausführung nach widersprüchlich. Ich sehe das ein. Auch ich fühle mich gefangen, aber am Ende ist es offensichtlich, dass all diese Strategien (ein Werk "gut" zu machen) dazu da sind, um Wert hinzuzufügen. Die herrschende Klasse hat die Kontrolle und reguliert den Tauschwert, das Kapital und den Profit. Der Markt ist ein soziales und geschichtliches Produkt. Er ist gekoppelt an die Ideen des Tauschwerts, des Mehrwerts, des Profits und schließlich der Kapitalakkumulation. Der ganze Sinn liegt darin, die herrschende Ideologie aufrecht zu erhalten und zu legitimieren: die Ideologie des Marktes.

Kunst, ob sie will oder nicht, ist einer der Apparate, die diesen Prozess und die Kontrolle über abweichende Diskurse und ihre Kommunikation unterstützen. Ich bin mir bewusst, dass es andere Diskurse als den herrschenden gibt, aber ich habe gleichzeitig das Gefühl, dass diese Diskurse, seien es moralische, formale, oder soziale, vom herrschenden toleriert oder unterstützt werden und sie ihm schließlich dienen.

Kunst ist, was immer sie ist und was immer sie sein will, stets im Markt gefangen. Der Markt ist das Feld, auf dem sich die Kunst abspielt. Im Markt findet man die Regeln, die es der Kunst erlauben, das zu sein, was sie ist. Die einzigen Überschreitungen, die man in diesem Geschäft findet, sind diejenigen, die vom Markt erlaubt werden. So einfach ist das. Natürlich spreche ich, wenn ich vom Markt spreche, nicht nur von den Galerien, sondern von seiner Ökonomie, vom System selbst, mit seinen Museen, Kunsthallen, Kunstzentren, Zeitschriften, Kritiken etc.

Es gibt kaum eine Wahl: entweder stellt man sich dem Markt oder man existiert nicht. Wir hören dieser Tage eine Menge von Freiheit, und es scheint, dass die Dinge umso weniger frei sind, je mehr von Freiheit geredet wird. Aber am Ende bedeutet Freiheit: die Freiheit zur Konkurrenz, die Freiheit, seinen Nächsten entweder auszubeuten oder ausgebeutet zu werden. Um Profit zu erzeugen reicht die Kontrolle über die Produktion nicht aus, man muss auch seinen Konsumenten kontrollieren. Man muss einen Konsumenten erschaffen, muss sich mit neuen Produkten in die Konkurrenz begeben, mit besseren Produkten, anderen Produkten, besserem Service oder guter Werbung. Das bedeutet, dass eine Menge Leute involviert sein werden. Die Institutionen der Kunst verkaufen Kultur und erlangen dadurch ihren Profit. Sie erzeugen Erfolg und spielen ihre Rolle im Markt, und natürlich ist Kunst auch elitär. Die Institutionen sind Partner im System. Sie nehmen an der Aufrechterhaltung und der Kontrolle des Systems teil. Im Ergebnis ist dieser Prozess konstitutiv für die Reproduktion einer Ideologie, in diesem Fall der herrschenden Ideologie: der Marktwirtschaft.

Wir wissen, dass Kultur, Kunst, die Diskurse und die Institutionen, die diese Praktiken unterstützen oder von ihnen unterstützt werden, ideologische Apparate sind. Das Ziel dieser Mechanismen besteht in letzter Analyse in der Verteidigung eines Systems. Vielleicht liegt der einzige Grund für die Herstellung eines Gegenstands in seinem Verkauf, und um dadurch die Idee des Marktes zu unterstützen. Die Mechanismen, die aus einem Produkt ein Kunstwerk machen, sind komplex, aber am Ende wird es verkauft oder versucht, verkauft zu werden.

Aus dem amerikanischen Englisch von Robert Schlicht