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CFA Berlin Sarah Lucas Kunstahalle Mannheim Philara Sumi Anjuman CFA Berlin Sarah Lucas Kunstahalle Mannheim Philara Sumi Anjuman
19. Juli 2024

LASS UNS ÜBER GELD REDEN Hans-Jürgen Hafner über Mark Grotjahn in der Galerie Max Hetzler, Berlin

Jüngste Statistiken legen nahe, dass in Blue-Chip-Galerien jene Malerei den Großteil des Marktumsatzes generiert, die die Formensprache der historischen Avantgarde immer wieder aufs Neue durchdekliniert. Während sich diese zunehmende Konformität des damaligen Normbruchs an der Oberfläche abspielt, passiert der wertgenerierende Warentausch hinter den Kulissen. So gut der ökonomische Unterbau des Kunstbetriebs auch meist versteckt bleibt, blitzt er doch manchmal auf, wie Hans-Jürgen Hafner in der Galerie Max Hetzler an der Potsdamer Straße beobachtet. In seiner Rezension von Mark Grotjahns Ausstellung wirft Hafner einen Blick auf die ökonomischen Machtdynamiken und reflektiert dabei in TEXTE ZUR KUNST-Manier die eigene Involviertheit als Kritiker gleich mit.

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12. Juli 2024

COMING APART AT THE SEAMS Aïcha Revellat on Beverly Buchanan at gta exhibitions, Zurich

After graduating with two medical degrees from Columbia University, Beverly Buchanan started her public health career in the early 1970s, working in the Bronx and New Jersey while simultaneously advancing her artistic practice by pursuing professional training. Series such as “Black Walls” demonstrate how she incorporated the increasingly ruinous state of her urban surroundings – caused by the racist housing and urban development politics of the time – into her work. When Buchanan moved back to the rural South of the US, her interest in architectural fragmentation remained. In her review of the recent show “I Broke the House,” Aïcha Revellat highlights this aspect of Buchanan’s practice, particularly concentrating on the artist’s engagement with fractures in both bodies and buildings.

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Juni 2024

Aktuelle Ausgabe

Heft Nr. 134
Juni 2024
„Sculpture“

Die Bezeichnung Skulptur hat aktuell Konjunktur. Vor allem junge Künstler*innen bedienen sich dieses tradierten Begriffs, um ihre plastischen Arbeiten zu charakterisieren. Wer in dieser vermeintlichen terminologischen Rückbesinnung jedoch eine Rückkehr zu gattungsspezifischen Verfahren oder Materialien erwartet, wird enttäuscht: Denn die stetig wachsende Vielfalt der heute als skulptural definierten Werke leistet vielmehr der fortschreitenden Entgrenzung des Begriffs Vorschub. Trotz – oder gerade wegen – dieser Elastizität geht diese Ausgabe von TEXTE ZUR KUNST der Frage nach, welche Vorzüge Künstler*innen, Kunstwissenschaftler*innen und -kritiker*innen im Skulpturbegriff sehen.

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5. Juli 2024

Seen & Read

IMPRESSIONISMUS, COLOMBE SCHNECK, SANYA KANTAROVSKY Seen & Read – von Isabelle Graw

Eine Museumspräsentation, die als Zeitreise zurück zu den Anfängen des Impressionimus endlich auch seine weniger prominenten Protagonist*innen Raum gibt. Eine literarische Trilogie, deren Hauptfiguren persönliche Schicksalsschläge und systemische Unterdrückung aus privilegierter Position erleben. Eine Reihe neuer Gemälde, die auf altbekannte malerische Versuchsanordnungen rekurrieren, und dabei konventionelle Kraft- und Machtverhältnisse rekalibrieren. Was „Paris 1874“, Colombe Schnecks neue Bücher und Sanya Kantarovskys aktuelle Schau für sie sehens- bzw. lesenwert macht, führt Isabelle Graw im Folgenden aus.

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5. Juli 2024

MUTIERENDE RASTER Anne Meerpohl über Lila-Zoé Krauß im Kunsthaus Hamburg

Vielleicht behält die Utopie eines Cyberspace, indem die Codes des Patriachats nicht mehr die Regel schreiben, ihre Anziehungskraft gerade deshalb, weil sie tagtäglich an der Realität des digitalen Raumes scheitert. Die narrativen Möglichkeiten solcher Zukunftsprojektionen schöpft Lila-Zoé Krauß für ihre Protagonistin Girl aufs Neue in einer multimedialen Installation aus. Die Quest der Figur: die Fehlerquelle für eine ihr zugeschriebene Mutation finden. Mit Legacy Russels Konzept des Glitch Feminismus greift Anne Meerpohl auf eine zentrale Komponente von Krauß’ Arbeit zu und schreibt die erste Einzelausstellung der Künstlerin so in die technofeministische Kunstgeschichte ein.

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Editionen

Richard Prince, „Untitled (Black Bra)“, 2024

3. Juli 2024

GEMEINSCHAFT FREISETZEN Beatrice von Bismarck über Sarah Pierce in der Galerie für Zeitgenössische Kunst, Leipzig

Viele der Beiträge unserer aktuellen Ausgabe „Sculpture“ legen dar, wie die zwischen skulpturalen Arbeiten und menschlichen Körpern bestehenden Beziehungen von zeitgenössischen Künstler*innen aktiviert werden, um strukturelle Ausschlüsse offenzulegen. Das Beziehungsgeflecht, das Sarah Pierce jüngst mit ihrer Ausstellung in Leipzig anbot, kehrte etwas anderes hervor: eine „community of exhibition“, wie Pierce es nennt. Die Akteur*innen und Komponenten dieser offenen Gemeinschaft stellt Beatrice von Bismarck in ihrer Rezension vor und zeigt dabei auf, wie die Regeln der Kunstgeschichte und der Kunstausbildung in diesem Zusammenhang hinterfragt werden. Pierce gelingt es, so von Bismarck, durch ihre Konstellationen über den zeitlichen Rahmen der Ausstellung hinauszuwirken.

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28. Juni 2024

VOM BLAUEN ZUM ROTEN PLANETEN Marlene Militz über „MarsOnEarth: Die Marsnahme“ von andcompany&Co

Wenn es um Ressourcenknappheit und Ersatzplaneten geht, ist der Name Elon Musk nicht weit und die Kritik an ihm einhellig. Wie der Streit um das Tesla-Werk in Brandenburg zeigt, wird die Lage komplizierter, wenn es darum geht, Forderungen der Klima-Bewegung mit gewerkschaftlichen zusammenzubringen: „Kann man gleichzeitig das Ende der Produktion und bessere Arbeitsbedingungen für die Produzierenden fordern?“ fragte kürzlich ein Autor der taz. Das neue Stück des Künstler*innenkollektivs andcompany&Co. verschaltet sozialistische Science-Fiction des vergangenen Jahrhunderts mit gegenwärtigen Zukunftsängsten und postkapitalistischen Visionen. Marlene Militz bespricht es vor dem Hintergrund seines literarischen Bezugspunkts – dem Buch Der rote Stern (1908) von Alexander Bogdanow.

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21. Juni 2024

Seen & Read

ELIZABETH CATLETT, MARCELLO MIO, VIEUX Seen & Read – von Isabelle Graw

Im MMK Tower war bis vor wenigen Tagen die eindrucksvoll inszenierte Präsentation des grafischen und skulpturalen Werks von Elizabeth Catlett zu sehen. In Christophe Honorés Film Marcello Mio spielen Catherine Deneuve und ihre Tochter Chiara Mastroianni sich selbst und reinszenieren dabei reale sowie fiktionalisierte Episoden ihrer eignen Familiengeschichte, die vom Verlust von Chiaras berühmtem Vater geprägt ist. Ein neues Magazin des französischen Journalisten Antoine de Caunes widmet sich einem von der Lifestylepresse sonst allzu gern ausgesparten Thema: dem Alter. Isabelle Graw hat all dies gesehen, gelesen und in Kurzrezensionen beurteilt.

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21. Juni 2024

IS IT REAL? YES, IT IS! Xenia Benivolski on the 2024 Whitney Biennial, New York

Curated by Chrissie Iles and Meg Onli, this year’s Whitney Biennial promises its visitors something that is “Even Better Than the Real Thing.” After three decades of identity-based artistic practice and US politics obsessing with the validity and realness of certain subjectivities, a show about reality is a slippery undertaking, as our reviewer Xenia Benivolski points out. The curator and writer takes us on a tour through the show to trace correlations between the exhibited works and their relation to “the real thing,” no matter how enigmatic this term may be.

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TEXTE ZUR KUNST steht für kontroverse Diskussionen und Beiträge international führender Autor/innen über zeitgenössische Kunst und Kultur. Neben grundlegenden Essays bietet die 1990 in Köln von Stefan Germer (†) und Isabelle Graw gegründete und seit 2000 vierteljährlich in Berlin publizierte Zeitschrift Interviews, Gesprächsrunden und ausführliche Besprechungen zu Kunst, Film, Musik, Markt und Mode ebenso wie zu Kunstgeschichte, Theorie und Kulturpolitik. Seit 2006 erscheinen der umfangreiche, jeweils einem spezifischen Thema gewidmete Hauptteil sowie ausgewählte Besprechungen in Deutsch und Englisch. In jeder Ausgabe wird die Zeitschrift von international renommierten Künstler/innen mit exklusiven Editionen unterstützt.