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Berlin Art Week 2022 Venedig Biennale Documenta Fifteen Various Others 2022 CFA Berlin Berlin Art Week 2022 Venedig Biennale Documenta Fifteen Various Others 2022 CFA Berlin
12. August 2022

THERE IS LIGHT SOMEWHERE Louisa Elderton on Sanya Kantarovsky at Capitain Petzel, Berlin

Representations of disfigured bodies, anatomical structures, organs, and stripped bones are proven painterly tropes employed to explore the human condition. Seen within the context of Sanya Kantarovsky’s recent exhibition at Capitain Petzel in Berlin, such motives invite a reading as a visceral reaction to violent conflicts in the present. The artist draws some of these connections himself, but foregrounds the more fundamental, timeless themes that underlie his new body of work. For example, the transience of life. But also, as Louisa Elderton elucidates, the intrinsic human drive to find hope.

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10. August 2022

Current Attractions

CONTAINER Lisa Jeschke über das, was noch nicht ist und jetzt schon fehlt

Der neuste Beitrag zu unserer Kolumne „Current Attractions“, in der Autor*innen verschiedener Disziplinen ein kulturelles Objekt vorstellen, das thematisch mit unserer aktuellen Ausgabe zusammenhängt, ist ein Gedicht der Lyriker*in Lisa Jeschke. Container erzählt unter anderem von der Trauer um das, was noch nicht ist und jetzt schon fehlt. Der Text ist Teil der aktuellen lyrischen Auseinandersetzung Jeschkes mit dem Arbeitstitel Beschreibung der FDP.

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Juni 2022

Aktuelle Ausgabe

Heft Nr. 126
Juni 2022
„Trauern“

Die Juni-Ausgabe von TEXTE ZUR KUNST widmet sich Politiken der Erinnerung und Formen ritualisierter Trauer in Kunst und Kultur. Dabei liegt der Fokus weniger auf der Analyse eines vermeintlich universellen Gefühls oder Allgemeinzustands, sondern auf konkreten und vielfältigen Praktiken der Trauerarbeit als kontinuierlicher Herausforderung an die Gesellschaft. Heft #126 verhandelt Fragen des Verlusts und des Trauerns im Kontext rassistischer und rechter Gewalt und versucht zugleich, auf die transformatorischen Kräfte des Trauerns aufmerksam zu machen.

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5. August 2022

NO SYMPTOMS HERE Pujan Karambeigi and Pierre Schwarzer on Marc Kokopeli at Reena Spaulings Fine Art, New York

While it might appear outdated or dowdy today, for many baby showers in the second half of the 20th century, a certain handmade gift could not be missing: a cake, visually resembling the style of wedding cakes, made from diapers, toys, and other products for infants – combining, in a somewhat cutesy manner, the ultimate hallmarks of the idealized nuclear family: marriage, reproduction, and consumption. Under its Dutch word, “pampertaart,” the artist Marc Kokopeli translates this tradition into sculptures of cars and other vehicles. Not only do they, as Pujan Karambeigi and Pierre Schwarzer argue, take viewers on a tour of their alleged pre-oedpical fixations, they also update Pop Art’s questions around consumer culture and serial production by both moving beyond anti-gestural obsession and replacing the nostalgia for a standardized mass-production with infinite possibilities for customization.

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29. Juli 2022

PATHOS UND POTENZ Stephan Schmidt-Wulffen über Matthias Herrmann in der Galerie Silvia Steinek, Wien

In den frühen 1990er-Jahren begann Matthias Herrmann mit fotografischen Inszenierungen des eigenen Körpers, heteronormative Identitätszuschreibungen zu hinterfragen. Wie der Künstler immer wieder betonte, ging es ihm dabei stets weniger um sich selbst, als um Bedingungen des Menschseins – speziell um gesellschaftliche Konventionen, die es mitunter erschweren. Mit Blick auf Herrmanns jüngste Ausstellung in der Wiener Galerie Silvia Steineck beobachtet Stephan Schmidt-Wulffen eine fortschreitende Hinwendung zu klassischen kunsthistorischen Themen und Fragen nach der Conditio humana, wie sie dem Autor in aktuellen genderpolitischen Positionen mitunter fehlen. Als Leitmotiv der Schau stellt Schmidt-Wulffen Hermanns künstlerische Auseinandersetzung mit der Vergänglichkeit heraus – und thematisiert damit auch die Geschichtswerdung einer Vergangenheit, die den schwulen Körper einst in neues Licht setzte.

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Editionen

Ser Serpas, „Alice (Language) Practice 5“, 2022

27. Juli 2022

Current Attractions

SUMMER SMASH Steven Warwick on “Lawrence of Belgravia” by Paul Kelly

Embraced by neoliberalism and idealized within the art world and beyond, the notion of a “labor of love” carried out as an lifelong uneconomic commitment is bound to come with some losses. In the latest iteration of our column Current Attractions – which continues the theme of our issue on “Mourning” – the artist, musician, and writer Steven Warwick reflects upon the supposedly failed career of Lawrence, the mind behind the British bands Felt, Denim, and Go-Kart Mozart. Warwick’s observations are based on Paul Kelly‘s documentary Lawrence of Belgravia, which was recently reissued by the BFI.

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22. Juli 2022

WEAVING DIFFERENCES Sabeth Buchmann and Camila Sposati on Lygia Pape at K20 Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen, Düsseldorf

The recent focus on the so-called global South has led to a wealth of retrospectives and rediscoveries of influential artists who hitherto had comparatively little presence in the European and US-American exhibition landscape. Lygia Pape’s retrospective at K20 Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen focuses on the sensual qualities which characterize the Brazilian artist’s oeuvre – be it her sculptural book works, walk-through installations, constructivist woodcuts, or her poetic-activist work as a filmmaker. A contemporary of Lygia Clark and Helio Oiticia, Pape was a formative figure of the neo-concrete movement and took on an active role in the resistance against the military dictatorship. Here, Sabeth Buchmann and Camila Sposati emphasize Pape’s commitment to indigenous cultures in Brazil and other facets of her practice that, in their view, got partially lost in the show’s presentation.

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20. Juli 2022
Heft Nr. 86

HISTORISCHES BEGEHREN Philip Ursprung über Claes Oldenburg im Museum moderner Kunst Stiftung Ludwig Wien

In Andenken an Claes Oldenburg, der vorgestern verstarb, wiederveröffentlichen wir eine Besprechung aus der Ausgabe The Curators von 2012. Unter dem Titel „Claes Oldenburg: The Sixties“ nahm die Ausstellung, die damals im Wiener mumok gezeigt wurde, das Frühwerk des Künstlers in den Blick und trat dazu an, geläufige, allzu eindimensionale Etikettierungen zu konterkarieren. Philip Ursprung rezensierte die Schau mit besonderem Fokus auf Fragen der Kontextualisierung: Gelang es, das Wirken des Künstlers in seinem zeitlichen Zusammenhang nachvollziehbar zu machen? Gaben die einzelnen Werkserien hinlänglich Rückschluss auf ihre Entstehungsbedingungen? Genügten Dokumente und Archivalien zu Oldenburgs Arbeitsprozess, um seine frühen Arbeiten und Beweggründe zu erfassen oder wäre doch der Bezug zum künstlerischen Werk von Zeitgenoss*innen notwendig gewesen?

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15. Juli 2022

DIE SPRACHE DER LANDSCHAFT Esther Buss über die Filme des Sommerfests im Kino Arsenal, Berlin

Die kritische Auseinandersetzung mit dem Anthropozän ist in den letzten Jahren nicht nur verstärkt Thema aktivistischen Engagements geworden, die Debatte um das Verständnis von Natur wird längst auch mit künstlerischen Mitteln geführt. Dabei geht es immer wieder um das Problem, wie der menschliche Blick das Wesen anderer Spezies überhaupt erfassen kann. Die Filmkritikerin Esther Buss hat einige der Filme des Sommerfests im Berliner Kino Arsenal auf diese und ähnliche Fragen hin angesehen. Buss beobachtet, wie die Kamera sowohl menschlichen Protagonist*innen in postindustrielle Landschaften folgt als auch den Versuch unternimmt, nichtmenschlichen Organismen näherzukommen.

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TEXTE ZUR KUNST steht für kontroverse Diskussionen und Beiträge international führender Autor/innen über zeitgenössische Kunst und Kultur. Neben grundlegenden Essays bietet die 1990 in Köln von Stefan Germer (†) und Isabelle Graw gegründete und seit 2000 vierteljährlich in Berlin publizierte Zeitschrift Interviews, Gesprächsrunden und ausführliche Besprechungen zu Kunst, Film, Musik, Markt und Mode ebenso wie zu Kunstgeschichte, Theorie und Kulturpolitik. Seit 2006 erscheinen der umfangreiche, jeweils einem spezifischen Thema gewidmete Hauptteil sowie ausgewählte Besprechungen in Deutsch und Englisch. In jeder Ausgabe wird die Zeitschrift von international renommierten Künstler/innen mit exklusiven Editionen unterstützt.