Olafur Eliasson, "Drahtstein" (2003)

Olafur Eliasson

Drahtstein (2003)

Der Künstler Olafur Eliasson beschäftigt sich mit der Natur – mit Naturphänomenen, der Naturwissenschaft und unserer Wahrnehmung von Natur. Durch technisch aufwendige Apparate und Installationen werden optische und physikalische Phänomene künstlich rekonstruiert. Eliasson bedient sich dabei einfachster Mittel wie Licht, Wasser, Moos, Eis, Dampf und Spiegel. Die Inszenierungen biologischer und physikalischer Ereignisse – künstliche Landschaften, klimatische Abläufe etc. – machen „Natur“ sichtbar und erfahrbar, stellen aber zugleich unsere Vorstellung von authentischer Natur infrage, was durch ihre Verortung in einem explizit kulturellen Raum (Museum, öffentlicher Raum) noch verstärkt wird. Häufig wird auch der Betrachter zum Bestandteil der Arbeit, etwa wenn Eliasson Spiegelelemente in seine raumgreifenden Installationen einbaut und damit den Rezeptionsvorgang als einen subjektiven und individuellen Prozess erkennbar macht. Eliassons Drahtobjekt für „Texte zur Kunst“ greift auf die Form des wissenschaftlichen Modells zurück. Diese theoretische und vereinfachende Übersetzung eines komplexen Vorgangs wird durch ihre Übertragung in ein materielles Kunstobjekt jedoch keineswegs konkreter – sie wird zur bloßen Form und damit in ihrer Abstraktion noch bestätigt.

Das Drahtobjekt von Olafur Eliasson mit dem Titel „Drahtstein“ (2003) hat die Maße 28 cm x 15 cm x 15 cm und ist aus 2,5 mm starkem Schweißdraht (poliert). Ein signiertes und nummeriertes Zertifikat liegt bei. Die Edition liegt in einer Auflage von 110 Exemplaren + 20 Künstlerexemplaren vor.