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Allison Katz, „Blondie (handheld version)“, 2026

Allison Katz

Blondie (handheld version) (2026)

Allison Katz’ verweisungsreiche Praxis umfasst diverse Medien – von Gemälden über Publikationen bis hin zu kuratorischen Eingriffen – und verbindet in einem energiegeladenen Dialog verschiedene Stile und Themen zu einem Beziehungsgeflecht, das mit jeder neuen Arbeit und Kontext wächst und sich vertieft. Der rote Faden, der sich durch ihr Werk zieht, besteht in ihrem Interesse an der Frage, wie Bilder Bedeutung ­aufnehmen und ausstrahlen, wie sie zirkulieren und was hinter und jenseits ihrer ­Oberflächen ­darauf wartet, aktiviert zu werden.Für TEXTE ZUR KUNST hat Katz „Blondie (handheld version)“ geschaffen, eine zweiteilige Edition, die auf ihrem Gemälde desselben Titels (2013/2021) beruht. Das Originalwerk besteht ebenfalls aus zwei Teilen: Der Affenrahmen entstand 2013 als eigenständige Arbeit; später fügte die Künstlerin ein Gemälde mit flammendem Herzen nach Philippe de ­Champaignes ­Porträt des heiligen Augustinus (1650) hinzu. Das Motiv ist sowohl autobiografisch als auch metaphorisch: Als Zeichen und Emoji steht es für ­Leidenschaft; seine gelben Flammen verweisen zudem auf Katz’ eigenes blondes Haar und auf Gustave Courbets Darstellungen von Haar als haptischem Double für den Akt des Malens. Und während die Beziehung dieses Motivs zu den Affen dem Vorstellungsvermögen der Betrachter*innen ­überlassen bleibt, geht der stilistische Clash zwischen Rahmung und zentralem Motiv auf das Interesse der Künstlerin am Rahmen als pragmatischem wie metaphorischem Mittel der Strukturierung von Erfahrung zurück. Nachdem „Blondie“ in bedeutenden Museums­ausstellungen und als Poster im Katalog zu Katz’ Ausstellung „Artery“ im ­Camden Art ­Centre in London (2022) zu sehen war, hat die Künstlerin das Motiv nun mit einem Rahmen in kontrastreicher Farbkombination neu interpretiert.