Albert Oehlen, "Ohne Titel" (2004)

Albert Oehlen

Ohne Titel (2004)

Albert Oehlen spielt eine zentrale Rolle innerhalb der Ende der siebziger Jahre wieder auflebenden und bis heute aktuellen Malereidiskussion. Zeichnet sich sein Frühwerk noch durch figurative, überbordend "malerische" Elemente aus und war durch schlammige Farben, verwischte Konturen und grobschlächtige Formen gekennzeichnet, so sind schon seit 1991 auch computergenerierte Collagen hinzugekommen, die sich kokett zwischen Malerei und ihrem Gegenteil bewegen.

Hierbei fungiert die Maus als Pinsel, im weitesten Sinn bestimmen aber noch immer malerische Vorgaben das Bild. Die schrillen und häufig plakativen Bildwelten der Computergrafiken speisen sich aus obskuren Repertoires der Gegenwart und lassen unterschiedliche Wirklichkeitsebenen aufeinander treffen. Häufig sind auch sprachliche Botschaften ein wichtiger Bestandteil - beispielsweise Slogans mit deutlichem Aufforderungscharakter. Albert Oehlen hat für seine aktuellen Produktionen den Begriff "postungegenständlich" gefunden - den er zwar nach eigenen Worten als "albern" bezeichnet, der aber doch ziemlich treffend beschreibt, wie Bildgegenstände unter Flecken und sich überlagernden Farbflächen geradezu begraben werden. Noch immer ist die Zusammenarbeit mit anderen Künstlern ein wichtiger Bestandteil von Albert Oehlens künstlerischer Praxis. So konnte man erst kürzlich gleich in zwei Berliner Ausstellungen Bilder sehen, die gemeinsam mit Jonathan Meese entstanden sind.

Wir freuen uns, dass wir Albert Oehlen für die inzwischen dritte Edition für "Texte zur Kunst" gewinnen konnten.

Die Fotografie von Albert Oehlen (2004), der eine Collage zugrunde liegt, hat die Maße 31 cm x 28 cm und ist auf der Rückseite signiert und nummeriert. Sie liegt in einer Auflage von 120 Exemplaren + 10 Künstlerexemplaren vor und kostet € 245,- zzgl. Versand.