Georg Herold, "The Kind of the Mind" (2001)

Georg Herold

The Kind of the Mind (2001)

In seiner aktuellen Ausstellung bei Gisela Capitain ist es Georg Herold gelungen, die bisherigen Leistungen seiner Arbeit zusammenzuführen: eine Vorliebe für Sprachspiele, für "arme" Materialien - etwa Latten -, seine Experimentierfreude und ein ausgesprochenes Faible für technologische Entwicklungen. Neu ist jedoch, dass er sich mit als Loop wiederholter Gestik oder Mikro-Mimik selbst zum Gegenstand seiner Forschungen macht. Im Vergleich zu den historischen Vorläufern derartiger Selbstversuche - man denke nur an Bruce Nauman - scheint Herold jedoch nun schonungsloser und krasser mit sich umzugehen, fast an der Grenze zum Pathologischen. Für "Texte zur Kunst" hat Herold ein Video konzipiert, dass die dem Geld entsprechende Geste - das Aneinanderreiben von Daumen und Zeigefinger - genauer in den Blick nimmt. Wer diese kleine Bewegung macht, will gewöhnlich "Knete" oder "Moneten" signalisieren. Das Kunstwerk stellt sich auf diese Weise selbst als etwas zu Bezahlendes dar - es zeigt sich aber auch in seiner möglichen Funktion als Geld.

Die Videoarbeit mit dem Titel "The Kind of the Mind" besteht aus einem insgesamt 30-minütigen Loop, im VHS-PAL-Format (auf Wunsch auch in NTSC- bzw. SECAM-Versionen erhältlich) und auf der Kassette signiert und nummeriert. Sie liegt in einer Auflage von 100 Exemplaren + 20 Künstlerexemplaren vor und kostet € 245,- zzgl. Versand.