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7. August 2020

FEMINISTISCHE REISE Christa Blümlinger über „Gli appunti di Anna Azzori/Uno specchio che viaggia nel tempo“ von Constanze Ruhm

Versuch über ein anderes Kino. Die Wiener Filmemacherin und Künstlerin Constanze Ruhm, deren Arbeiten häufig die ästhetische Figur der Probe verhandeln, unternimmt auch in ihrem neuesten Film „Gli appunti di Anna Azzori/Uno specchio che viaggia nel tempo“, der auf der diesjährigen Berlinale Premiere feierte, eine spekulative Rekonstruktion von Dreharbeiten. Die Filmwissenschaftlerin Christa Blümlinger analysiert für TEXTE ZUR KUNST Ruhms filmische Notizen in Form einer Re-Inszenierung von Probeaufnahmen. Kein Remake. Ein postfeministischer Echoraum.

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June 2020

Current Issue

Issue No. 118
June 2020
„You Might Also Like“

Putting together an issue on algorithms as a pandemic is raging can feel like a performative act. The more uncertain our ability to contain the virus is, the more predictable and controllable our actions must be to curb its spread. However, predictability and regularity are key features of both the IT-based and social algorithms that govern our lives. In analyzing and discussing the influence of algorithms along social differences, this issue of Texte zur Kunst homes in on highly various aesthetic practices in order to pinpoint those differences. These practices are hardly limited to what is conventionally described as art, let alone high art, yet each contribution is very clear on one crucial point: the life of society keeps eluding the figures – the numbers, images, and ideas – that circulate about it.

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31. July 2020

SITUATIVE VERHALTENS-„FORMEN“ Sabeth Buchmann und Ilse Lafer über Marion Baruch im Kunstmuseum Luzern

Formen der Auslassung. Das Kunstmuseum Luzern zeigt noch bis Mitte Oktober eine umfangreiche Retrospektive der im Spannungsfeld zwischen Kunst, Design und Architektur angesiedelten Arbeiten Marion Baruchs. Zwar werden diese hier durchaus als „negative Objekte“ eindrücklich. Die konzeptuellen Leerstellen von Baruchs umgebungssensiblen Behältnissen, Stoffgebilden und Interventionen entziehen sich jedoch notwendig der Verdinglichung einer musealen Werkschau. Zu diesem Urteil kommen Sabeth Buchmann und Ilse Lafer.

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29. July 2020

Notes from Quarantine

The Virus Is Our Idea of Ourselves by Claire Fontaine

Not only viruses but also power relationships go through the body. With this in mind, the COVID-19 crisis has highlighted the precariousness of our daily living and working conditions: of informal slavery, badly paid jobs, gendered multitasking, the return of fascism, and other separating effects of the social Darwinist ideology of neoliberalism. In the twentieth contribution to our column “Notes from Quarantine” the collective artist Claire Fontaine paints a differentiated picture of these very violent explosions of conflicts amongst those who cannot participate in the dream of a life made of material comfort and institutional recognition. Becoming complicit in our dispossession rather than our submission thus seems to be all the more necessary.

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Artists' Editions

Annette Kelm, "Dschungel", 2020

24. July 2020

ERINNERUNGEN FÜR DIE MÖGLICHKEIT EINER ZUKUNFT Ruth Sonderegger über John Akomfrah in der Wiener Secession

„The way of killing beasts and men is the same.“ Ausgangspunkt der drei Videoinstallationen von John Akomfrah, die bis Ende Juni in der Wiener Secession zu sehen waren, ist die Erfahrung, die uns 200 Jahre Kolonialgeschichte lehrt: dass kapitalistische und koloniale Gewalt auf Engste mit der gegen die Natur verbunden sind, dass also Versklavungsökonomien, Migrationsbewegungen und die Zerstörung von Tieren, Pflanzen und anorganischer Natur sich in einander spiegeln und durch einander steigern. Wie Ruth Sonderegger argumentiert, macht Akomfrahs filmische Sinfonie zwar durchaus Bewegtbild-besoffen, durchkreuzt die Erhabenheitsästhetik von „BBC Nature“-Clips jedoch durch Desidentifikation überlegen gesicherter Betrachter*innen mit den Figuren.

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22. July 2020

Notes from Quarantine

DAS GESAMTKUNSTWERK IST EIN REBELLISCHER VOGEL! von Jutta Koether

„Leben? Oder Theater?“, die gemalte und geschriebene Bilderzählung von Charlotte Salomon zählt zu den bewegendsten künstlerischen Selbstzeugnissen unter dem Terror des nationalsozialistischen Regimes. Trotz einiger ‚Wiederentdeckungen‘ in internationalen Ausstellungen wird ihr Werk noch immer als ‚Ausnahmefall‘ verhandelt. Liegt das allein an Salomons radikalem Subjektivismus unter unerträglichen politischen Verhältnissen? Der neunzehnte Beitrag unserer Kolumne „Notes from Quarantine“ ist die Wiederveröffentlichung eines Reviews von Jutta Koether, das diese anlässlich einer Salomon-Ausstellung im New Yorker Jewish Museum 2001 verfasst hat. Mit diesem Text möchten wir zugleich auch auf das Thema unserer Septemberausgabe vorausblicken, in dessen Zentrum Salomons Kunst uns führt: Unter dem Titel „Anti-Antisemitismus“ werden wir nicht nur die massive Zunahme antisemitischer Gewalt kritisch reflektieren, sondern auch emphatisch auf jüdische Kunst- und Kulturpraktiken fokussieren. So war es nicht zuletzt auch eine Gegebenheit der Geschichte Salomons, aus dem Negativen heraus handeln zu müssen.

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17. July 2020

VON KRITISCHEN UND GEOPFERTEN ZONEN Marco Clausen über „Critical Zones. Horizonte einer neuen Erdpolitik“ im ZKM, Karlsruhe

Anerkanntermaßen hat der Corona-bedingte Lockdown die meist unsichtbare Abhängigkeit kultureller Produktion von all jenen sichtbar gemacht, die nicht im Homeoffice arbeiten können: von Techniker*innen, Transportarbeiter*innen, Reinigungs- und Sicherheitskräften. Als Reaktion hierauf hatte das Karlsruher ZKM Ende Mai ein Streamingfestival organisiert, dem nun eine von Bruno Latour und Peter Weibel kuratierte Ausstellung gefolgt ist. Marco Clausen hat sich für uns die Onlinebeiträge angesehen, die mitunter weit hinter den politischen Horizont, den die Klimakrise eigentlich erfordern würde, zurückzufallen drohen.

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15. July 2020

Notes from Quarantine

EIN MANN VOR EINEM BILD von Constanze Ruhm

Zu einem Zeitpunkt, da Denkmäler von ihren Sockeln gestoßen werden, geraten auch und erneut problematische Rollenbilder und Mythen der Kunst unter Druck: So etwa das Bild vom männlichen weißen Künstler im Atelier, vom Genie bei der Arbeit, von männlicher Schaffenskraft. Im achtzehnten Beitrag unserer Kolumne „Notes from Quarantine“ nimmt die Filmemacherin, Künstlerin und Professorin Constanze Ruhm eine kürzlich im „SZ-Magazin“ erschienene Bildserie mit Daniel Richter zum Ausgangspunkt einer Reihe von kurzen Überlegungen zu einer Politik der Bilder, die mit Themen wie Posen, Mythen, Ironie, Zitat, Überaffirmation und Appropriation verbunden ist. Ein Kommentar auf die Repräsentationsmacht von „Männerphantasien“ (Theweleit) in der Kunst.

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TEXTE ZUR KUNST stands for controversial discussions and contributions by internationally leading writers on contemporary art and culture. Alongside ground-breaking essays, the quarterly magazine – which was founded in Cologne in 1990 by Stefan Germer (†) and Isabelle Graw and has been published, since 2000, in Berlin – offers interviews, roundtable discussions, and comprehensive reviews on art, film, music, the market, fashion, art history, theory, and cultural politics. Since 2006, the journal's entire main section has been published in both German and English. Additionally, each issue features exclusive editions by internationally renowned artists, who generously support the magazine by producing a unique series.