DIE FRAKTUR(EN) DES KREISES Ellen Wagner über Helena Huneke in der Galerie Drei, Köln
Dass Helena Hunekes Arbeiten immer wieder um die Herausforderung kreisen, in der Kunstökonomie den eigenen Platz zu finden, konstatierte Isabelle Graw bereits 2002 in ihrer Rezension von Hunekes Ausstellung „Neiß Drap“ im Projektraum Maschenmode der Galerie Guido W. Baudach in Berlin. Der jüngste Einblick in Hunekes Werk, den die Kölner Galerie Drei mit dem familiär verwalteten Nachlass der 2012 verstorbenen Künstlerin ermöglichte, bestätigt deren Hang zu entsprechenden Auseinandersetzungen auf vielfache Weise. Ellen Wagner beleuchtet dies mit Blick auf das wiederkehrende, mitunter recht ramponierte und unrunde Kreismotiv in der Schau, das sich als Verweis auf soziale Zirkel lesen lässt – vermutlich nicht zuletzt auf jenen, in dem Huneke seit den Neunzigerjahren in Hamburg agierte – und betont zudem die Ambivalenz, mit der Hunekes Kunst Betrachter*innen in den Bann zieht, um sie dann gleich wieder ins gefühlte Abseits zu katapultieren.
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