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1. Mai 2026

TO TAKE THE PISS OUT OF ART AS IDEA Felix Vogel on “Conceptual Art and Christine Kozlov” at Raven Row, London

The historiography of conceptual art notoriously sidelines the contributions of women artists, and Christine Kozlov is a case in point. Having been at the center of the New York scene since the late 1960s, Kozlov withdrew from the art world around 1980 and subsequently slipped into relative obscurity, with no solo exhibitions staged in her lifetime. London’s Raven Row recently addressed this lacuna with the first comprehensive retrospective of Kozlov’s work, presenting almost her entire artistic output alongside a selection of artworks by her often more well-known contemporaries. But as Felix Vogel argues, what might have been a straightforward attempt to integrate Kozlov into the canon actually revealed her radically unique position within conceptualism.

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29. April 2026

SPIRITUAL GRIFT Hanna Magauer über „Cosmic Girlboss“ in der Galerie im Turm, Berlin

Befeuert von Erfolgsratgeberbüchern wie Sheryl Sandbergs Lean In (2013) avancierte der Begriff Girlboss um 2014 zum Hashtag für das, was Teilen der Social-Media-Sphäre als female empowerment gilt. Sophie Gilbert, eine der Beitragenden unserer aktuellen Ausgabe zum Thema „Misogynie“, hat dem Phänomen in ihrem Buch Girl on Girl (2025) ein ganzes Kapitel gewidmet. Darin betont sie seine individualistische Prägung und zeichnet die enge Verbindung des Girlboss zur Techbranche und Vermarktungsmethoden des Multi-Level-Marketings nach. Im Zuge des aktuellen antifeministischen Backlash wird der Begriff längst auch abwertend zur Dämonisierung erfolgreicher Frauen verwendet. Eine Berliner Ausstellung begegnet der Widersprüchlichkeit, die dem Phänomen sowie entsprechenden Bezugnahmen innewohnt, mit Humor und betrachtet es vor dem Hintergrund der spiritueller Techesoterik – also in einer Kombination, die immer häufiger Eingang in die zeitgenössische Kunst findet, wie Hanna Magauer beobachtet hat.

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März 2026

Aktuelle Ausgabe

Heft Nr. 141
März 2026
„Misogyny“

Die aktuelle Konjunktur frauenfeindlicher Dynamiken und Topoi reiht sich in eine lange Tradition geschlechtsspezifischer Diskriminierung ein und aktualisiert diese unter Indienstnahme technologischer und politischer Entwicklungen, so die These dieser Ausgabe. Im Gegensatz zu punktuell sexistischen Praktiken oder Äußerungen widmet sich das aktuelle Heft dem Thema „Misogyny“ als einem kulturübergreifenden Phänomen, das eine tiefe, wenn auch oft unbewusste frauenverachtende Haltung zum Ausdruck bringt. Wie sich dies in Literatur, Kunst und Popkultur manifestiert, ist Gegenstand der Auseinandersetzung, wie auch aktuelle mediale und soziopolitische Bedingungen in den Blick genommen werden.

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23. April 2026

MAKING SCENES Valerie Mindlin on Nairy Baghramian at WIELS, Brussels

Nairy Baghramian’s work complicates distinctions between formal and relational registers, creating situations in which an object’s placement within a particular space initiates a dialogic relation between the object, the viewer, and the surroundings. With this, the artist both continues and updates a core concern of Minimal art: While the presence of the viewer still serves to activate an artwork, the indeterminacy this produces also foregrounds the fundamentally contingent nature of the viewer’s own experience of it. Drawing on Michael Fried’s definition of theatricality – denoting works that actively require the participation of the viewer, in contrast to the autonomous art Fried favored – Valerie Mindlin discusses Baghramian’s recent exhibition in Brussels, highlighting how it exemplified the mutual complicity at play in the relationship between artwork and audience.

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20. April 2026

ALEXANDER KLUGE (1932–2026) Von Gertrud Koch

Trotz der enormen Bandbreite verschiedener Materialien, Medien, und Stimmen, die Alexander Kluge in Film und Fernsehen, Ton und Text, Bild und Buch zu szenischen Produktionen verarbeitete, sind diese seiner Person stets unzweifelhaft zuzuordnen. Ob als Einzelstücke oder in seiner Gesamtheit betrachtet, hält Kluges vielgestaltiges Werk eine bestimmte Grundstimmung zusammen, die Gertrud Koch hier anhand der für Kluges Szenen typischen Paradoxien und unter Indienstnahme des musiktheoretischen Begriffs der Polymetrie beschreibt. In ihrem Nachruf auf den im März verstorbenen Kluge geht die Filmwissenschaftlerin so der Frage nach, wie sich das „Klugeske“ fassen lässt.

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Editionen

Leiko Ikemura, „Milk Lady“, 2026

17. April 2026

ARCHIV OHNE WIDERSPRUCH Kathrin Heinrich über Helmut Lang im MAK, Wien

Seit inzwischen fünfzehn Jahren befindet sich das Archiv von Helmut Lang im Museum für angewandte Kunst in Wien, nun eröffnete dort die erste umfangreiche Präsentation, die auf großes Medien- und Publikumsinteresse stieß. Entsprechend dem Wunsch des aus Österreich stammenden Modeschöpfers steht dabei weder seine für die Neunziger Jahre stilprägende Mode im Vordergrund noch seine Person, sondern das von Lang als fortwährende Arbeitssitzung verstandene Gesamtkunstwerk. Dass in Konsequenz Archivalien zu Werbekampagnen, Modenschauen unterschiedslos neben der bildenden Kunst präsentiert werden, der sich Lang seit seinem Rückzug aus der Modewelt 2005 verschrieben hat, regt Kathrin Heinrich zum Nachdenken über die Deutungshoheit über ein Œuvre und dessen institutionelle Rahmung an.

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13. April 2026

JÜRGEN HABERMAS (1929–2026) Von Martin Saar

Die Nachricht vom Tod des hochbetagten Philosophen Jürgen Habermas konnte niemanden überraschen, und doch beeindruckt das enorme Echo, das sie hervorgerufen hat und das weit über die akademische Welt hinausreicht. (...)

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13. April 2026

JÜRGEN HABERMAS (1929–2026) Von Christoph Menke

Jürgen Habermas’ letztes großes Buch, Auch eine Geschichte der Philosophie, entfaltet ein gedankliches Motiv, von dem sich im Rückblick erkennen lässt, dass es für sein Werk im Ganzen, von Beginn an, grundlegend gewesen ist. (...)

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13. April 2026

JÜRGEN HABERMAS (1929–2026) Von Eva Geulen

Der Tod dieses 96-Jährigen lässt eher mehr als weniger Leute ratlos zurück. Er fehlt als Feind und als Freund. So oder so hat Habermas für Orientierung gesorgt. In einer machtpolitisch enthemmten Welt ist er fehl am Platz. Man kann bezweifeln, ob er dem jüngsten Strukturwandel der Öffentlichkeit gerecht geworden ist. (...)

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TEXTE ZUR KUNST steht für kontroverse Diskussionen und Beiträge international führender Autor/innen über zeitgenössische Kunst und Kultur. Neben grundlegenden Essays bietet die 1990 in Köln von Stefan Germer (†) und Isabelle Graw gegründete und seit 2000 vierteljährlich in Berlin publizierte Zeitschrift Interviews, Gesprächsrunden und ausführliche Besprechungen zu Kunst, Film, Musik, Markt und Mode ebenso wie zu Kunstgeschichte, Theorie und Kulturpolitik. Seit 2006 erscheinen der umfangreiche, jeweils einem spezifischen Thema gewidmete Hauptteil sowie ausgewählte Besprechungen in Deutsch und Englisch. In jeder Ausgabe wird die Zeitschrift von international renommierten Künstler/innen mit exklusiven Editionen unterstützt.