HEIMISCHES OBST Anna Sinofzik über André Butzer bei Max Hetzler, Berlin
Das malerische Universum von André Butzer, der die Narrativierung seines Oeuvres seit den Neunzigern nicht nur mit seinen Bildern, sondern immer wieder auch in Prosa und Poesie vorantreibt, hat mit freischwebenden Frauenköpfen und Fruchtstilleben jüngst ein neues motivisches Zentrum gefunden. Vergangenes Jahr erstmals bei Max Hetzler in Paris zu sehen, wird Butzers Reihe der Frauen und Früchte nun in den Berliner Räumen der Galerie in der Potsdamer Straße neben Porträts historischer Denker präsentiert. Wie Anna Sinofzik beobachtet, sind letztere als ambivalente Figuren mit komplexen Körpern dargestellt, während die mit Früchten gepaarten Frauen vergleichsweise schematisch bleiben. Vor dem Hintergrund des aktuellen Heftthemas „Misogyny“ regt sie dies zur Reflexion der den Motiven und Darstellungsweisen eingeschriebenen Hierarchien und Geschlechtervorstellungen an.
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