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18. Mai 2018

Gallery Weekend Evaluation

Das Gallery Weekend lässt sich gut in Zahlen ausdrücken: Besucherzahlen und Anzahl der teilnehmenden Galerien sind evaluierbare Werte. Aber was ist mit den Ausstellungen selbst? Und kann Evaluation Kritik sein? Hier bietet die „Texte zur Kunst“-Redaktion in Zusammenarbeit mit den Autorinnen Tina Schulz und Luisa Kleemann den Versuch einer Auswertung des diesjährigen Gallery Weekend und einiger seiner Begleitveranstaltungen. Nach Kriterien wie Komplexität, Zugänglichkeit oder inhaltlicher Dichte wurden 14 Ausstellungen sowie die „New York Times Art Leaders Network Konferenz“ von uns bewertet und verglichen und jeweils mit einer kurzen (qualitativen) Auswertung bedacht.

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8. Mai 2018

Nuancen von „Nein“ Hanna Fiegenbaum über „Luci Lippard“

Performance und Sprachhandlungen spielen auch in unserer kommenden Ausgabe von Texte zur Kunst zur „Performance Evaluation“ eine Rolle. Hier betrachtet Hanna Fiegenbaum für uns Gleichklang und Bedeutungsverschiebung im Werk von „Luci Lippard“. Der Austausch nur eines Buchstabens ändert alles: Es geht um die Band, nicht um die Autorin.

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März 2018

Aktuelle Ausgabe

Heft Nr. 109
März 2018
„Kunst ohne Regeln?“

Angesichts der jüngsten Enthüllungen verschiedener Formen des Machtmissbrauchs im Kulturbereich beschäftigen wir uns in der März-Ausgabe von Texte zur Kunst mit dem Verhältnis von Kunst zu Regeln. Oder besser gesagt, mit den Ausnahmen der Regeln, die die Kunst und ihre Akteure beanspruchen, wenn Überschreitungen sich all zu oft auch auszahlen, und zugleich Hierarchien (Klasse, Geschlecht, Rasse, Sexualität) weiterhin ihren Einfluss geltend machen. Kunst verspricht ein Raum für Regelverstoß und Ungehorsam zu sein, sowohl im Hinblick auf formale Beschränkungen als auch normative Regulierungen. Aber nach welchen Regeln spielt die Kunstwelt, und wie werden Überschreitungen darin sichtbar/unsichtbar gemacht?

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3. Mai 2018

Actors and Directors Sven Lütticken on The Congo Tribunal

In the last half year, Milo Rau’s The Congo Tribunal has been on a transmedial journey from book to film to exhibition. The latter was shown at Stroom in The Hague, as well as STUK in Leuven. The tribunal itself had two consecutive iterations: The Berlin Hearings at the Sophiensaele in Berlin in June 2015 built on hearings in Bukavu in Eastern Congo the previous month. In response to endemic violence, the Congo Tribunal sought to identify and accuse the responsible actors—individual and collective or corporate; regional, national and international or global; local guerrilla fighters and ministers as well as mining corporations and NGOs. Rau’s 2017 film has not only been released in cinemas in Europe but also shown and discussed across Congo, establishing a situation of direct feedback. Footage documenting these Congo screenings was in turn part of the Stroom exhibition, which also features other forms of documentation (including full-length recordings of the tribunals in Congo and Berlin), and a VR installation.

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30. April 2018

Evelyn Annuß über die Zukunft der Volksbühne Scheitern als Chance

Die kurze Phase von Chris Dercon als Leiter der Volksbühne ist gerade beendet. Im Vorlauf zum nächsten Heft von Texte zur Kunst (zu Performance und Evaluation), blicken wir noch einmal auf die Debatte und die Proteste gegen die Neuausrichtung des Theaters am Rosa Luxemburg Platz. Evelyn Annuß, Theaterwissenschaftlerin und Initiatorin der von mehr als 40000 Personen unterschrieben Petition zur Neuverhandlung der Intendanz der Volksbühne, sieht im derzeitigen Krisen-Moment eine echte Chance, endlich wirklich darüber zu sprechen, wie Theater und Politik (in Berlin) zusammenkommen können.

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Editionen

Katharina Grosse, „o. T.“, 2018

18. April 2018

Tristes Structures Ben Caton on Tom McCarthy at the Roter Salon

Let the Brexit emigration begin! Berlin recently hosted two events to celebrate the German translation of the polymathic penman and part-time artist Tom McCarthy’s latest opus, Satin Island. To herald the publication of McCarthy’s novel for a German audience, both events took place at the embattled Volksbuehne, and Texte zur Kunst contributor Ben Caton was there to report on the arrival of a British exile on the hallowed ground of Rosa-Luxemburg-Platz.

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10. April 2018

Miranda Warning Amanda Schmitt on the Power of Allegory and Allusion

On the heels of the publication of our latest issue in March, we continue to monitor the debate around #MeToo and #NotSurprised in the art world and elsewhere. In that context, we are very pleased to offer a brief but powerful text from Amanda Schmitt, who speaks here for the first time as writer following her lawsuit against Artforum and Knight Landesman. While many have submitted Schmitt’s name as proof of institutions that shelter and defend harassment, Texte zur Kunst wanted to offer a space in which Schmitt can speak in her own voice and with her own words. What follows is an attempt to talk around that which cannot be named directly, to construct a frame, in short. As in the language of art, Schmitt’s frame is both a limit and a support mechanism.

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6. April 2018

Erst stehlen sie dir die Uhr, und dann sagen sie dir, wie spät es ist

Wir werden ständig an geschlechtsbasierte Hierarchien erinnert, auch durch Formen des Machtmissbrauchs. Was es angesichts dessen bedeutet, zu versuchen die Ambivalenz im Kern des Begehrens – im Spannungsfeld zwischen Ausbeutung und Empowerment – zu erkunden, berichtet hier die Künstlerin Lucy McKenzie. Ihr geht es um einen Raum dazwischen, aus dem sich vielleicht Handlungsmacht gewinnen oder wenigstens neu verhandeln lässt.

Lucy McKenzie verrät ein Schlüsselerlebnis aus ihrer künstlerischen Ausbildung: ihre Entscheidung, das Subjekt vor der Kamera zu sein. Es war wohl kaum vorherzusehen, zu welchen Zwecken diese Bilder in einer endlosen Schleife der Veröffentlichung, Aneignung und Wiederverbreitung gebraucht und missbraucht werden würden, seit sie aufgenommen wurden. Oder doch?

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29. März 2018

Peter Gorsen: Ethiker des Unsittlichen (1933 – 2017). Ein Nachruf von Manuela Ammer und Kerstin Stakemeier

Auf dem von Gustav Metzger im September 1966 in London veranstalteten „Destruction in Art Symposium“ verlas der Künstler Werner Schreib Auszüge eines Textes, der unter dem Titel „Sexualität im Spiegel der Modernen Kunst“ bereits 1963 als kleines graues Heft in Hamburg erschienen war. Der Autor dieses Textes war Peter Gorsen, das Heft ein Sonderdruck aus Armand Mergens im selben Jahr erschienenen zweibändigen Nachschlagewerk „Sexualforschung. Stichwort und Bild“. Der Kriminologe Mergen hatte es gemeinsam mit dem Hamburger Institut für Sexualforschung herausgegeben, die Einleitung war von dessen Leiter Hans Giese verfasst worden. Gorsens sechzig Seiten langer Text, in dem sonst vorwiegend aus kurzen, bebilderten Begriffserklärungen bestehenden Lexikon entwickelt nicht weniger als eine revidierte Geschichte der modernen Kunst.

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TEXTE ZUR KUNST steht für kontroverse Diskussionen und Beiträge international führender Autor/innen über zeitgenössische Kunst und Kultur. Neben grundlegenden Essays bietet die 1990 in Köln von Stefan Germer (†) und Isabelle Graw gegründete und seit 2000 vierteljährlich in Berlin publizierte Zeitschrift Interviews, Gesprächsrunden und ausführliche Besprechungen zu Kunst, Film, Musik, Markt und Mode ebenso wie zu Kunstgeschichte, Theorie und Kulturpolitik. Seit 2006 erscheinen der umfangreiche, jeweils einem spezifischen Thema gewidmete Hauptteil sowie ausgewählte Besprechungen in Deutsch und Englisch. In jeder Ausgabe wird die Zeitschrift von international renommierten Künstler/innen mit exklusiven Editionen unterstützt.