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17. Juli 2017

Tina Schulz über „30 Jahre Kunst“ von Jos de Gruyter und Harald Thys im Kunstverein München

Das belgische Künstlerduo Harald Thys und Jos de Gruyter bespielt die eleganten Räume des Münchner Kunstvereins mit einem Großteil seines bisherigen Schaffens und wählt dafür die Maskerade eines Hobbykreativmarktes: Die Wände sind bedeckt mit pittoresken Aquarellen, poppigen Ölbildern, grellen Fotostillleben und Bleistiftzeichnungen, dazwischen hängen lumpige Strohpuppen und abgefetzte Katzen aus demselben Material...

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10. Juli 2017

Gustav Metzger (1926–2017): ein Nachruf von Sabine Breitwieser

Als Künstler und Aktivist war Gustav Metzger einer der Ersten, der gegen nukleare Aufrüstung und Umweltverschmutzung Stellung bezog und der ein starker Befürworter des Vegetarismus wurde. Er, der Begründer“ – wie er das gern betrachtet haben wollte – der „autodestruktiven Kunst“, war es auch, der Pete Townshend von The Who dazu inspirierte, seine Elektrogitarre bei Ende ihrer Konzerte zu zertrümmern und damit einen demonstrativen akustischen wie performativen Schlusspunkt zu setzen. Ohne Gustav Metzgers Präsenz müssen wir uns bewusst sein, dass etwas nicht einfach Geschichte bleibt, sondern vielmehr „Geschichte Geschichte“ ist...

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Juni 2017

Aktuelle Ausgabe

Heft Nr. 106
Juni 2017
„Die Neue Neue Linke“

Das Thema dieser Ausgabe ist tatsächlich nicht ganz „neu neu“, schließlich geht es dabei auch um Inhalte der alten antikapitalistischen Linken: wie das Drängen auf die Notwendigkeit einer theoretischen Analyse des Kapitalismus und einen Fokus auf den Preis, der von vielen in einem solchen System bezahlt wird. Viele Strategien und Diskurse, die lange mit der Linken verbunden waren (vom Sprechen für die working class bis zum avantgardistischen Trickster), wurden in letzter Zeit auch von anti-progressiven Kanälen übernommen. Für „die neue neue Linke“ geht es jetzt darum, die affektiven Mechanismen und die medialen Strategien in den Blick zu nehmen, die in unserer post-Brexit, post-Finanzkrise, post-millennial Gegenwart wirken.

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4. Juli 2017

Ana Teixeira Pinto: Artwashing – Nrx und „Alt-right"

Was sind die Bedingungen progressiver künstlerischer Produktion und institutioneller Verantwortung im gegenwärtigen politischen Klima? Im Rahmen der aktuellen Ausgabe von Texte zur Kunst, „Die neue neue Linke", betrachtet Ana Teixeira Pinto die Rolle der Institution. Ihr Beispiel ist die Londoner LD50-Galerie, deren politische Ausrichtung und wie sich diese mit Akzelerationismus und Post-Internet-Diskursen überschneidet.

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14. Mai 2017

Caroline Busta & Anke Dyes on Anne Imhof at Hamburger Bahnhof, Berlin

Anne Imhof’s performances are characteristically stark: a few key props, a few key performers, a bare venue. But in the years since presenting her earliest pieces, one element has exponentially increased: her audience, which is to say not just fans, but those who seek to physically experience it, and in turn, lend their bodies as material for each piece.

With Imhof's acclaimed new piece "Faust," presented by the German Pavilion for this year's Venice Biennale, we offer TZK's reading of “Angst II,” the Frankfurt-based artist's massive (and likewise massively attended) performance at Berlin’s Hamburger Bahnhof this past fall.

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Editionen

Anne Imhof, „Untitled“, 2017

11. Mai 2017

Anke Dyes & Anna Voswinckel über die Fernsehserie I love Dick

Die TV-Adaption von Chris Kraus’ auto-fiktionalem Roman „I love Dick“ durch die Transparent-Schöpferin Jill Soloway hat jetzt bei Amazon Premiere. TZK-Redakteurin Anke Dyes und die Berliner Kuratorin Anna Voswinckel betrachten hier, wie Soloways nuancierte Charaktere den von ihr propagierten „Female gaze“ verkörpern.

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13. April 2017

Sven Lütticken: The Powers of the False

Sven Lütticken, der zuletzt den Aufstieg „alternativ-rechter“ und neofaschistischer Medienaktivisten beleuchtet hat, setzt seine Untersuchungen hier fort. Er verfolgt darin den Einfluss kybernetischer Ideen – von der Datenverarbeitung im Kalten Krieg bis hin zur akzelerationistischen Logik von Nick Lands „Dunkler Aufklärung“ – auf das derzeitige politische Klima.

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12. April 2017

Svetlana Alpers über John Berger (1926–2017)

Im Oktober 2015 besuchte ich John Berger und seine Partnerin in ihrem Haus in einer Pariser Vorstadt. Während des Essens bemerkte ich, dass ich schreiben würde, um die Gedanken in meinem Kopf in eine klare Ordnung zu bringen. „Nein!“, rief John und richtete seinen breiten Burstkorb auf. „Ich schreibe, um die Dinge klarer für die Welt zu machen.“...

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29. März 2017

George Baker on painting, critique, and empathy in the Emmett Till / Whitney Biennial debate

Increasingly, the most potent debates in arts discourse take place across social media. The recent controversy over Dana Schutz's painting of Emmett Till, placed on view in the current Whitney Biennial, is a case in point. To create, in some way, a record of the terms of this discussion, TZK asked art historian George Baker to adapt a provoking painting-centered thread that played out on his page during the discussion's (online) peak, for publication here.

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TEXTE ZUR KUNST steht für kontroverse Diskussionen und Beiträge international führender Autor/innen über zeitgenössische Kunst und Kultur. Neben grundlegenden Essays bietet die 1990 in Köln von Stefan Germer (†) und Isabelle Graw gegründete und seit 2000 vierteljährlich in Berlin publizierte Zeitschrift Interviews, Gesprächsrunden und ausführliche Besprechungen zu Kunst, Film, Musik, Markt und Mode ebenso wie zu Kunstgeschichte, Theorie und Kulturpolitik. Seit 2006 erscheinen der umfangreiche, jeweils einem spezifischen Thema gewidmete Hauptteil sowie ausgewählte Besprechungen in Deutsch und Englisch. In jeder Ausgabe wird die Zeitschrift von international renommierten Künstler/innen mit exklusiven Editionen unterstützt.

TEXTE ZUR KUNST ist international über den Kunstbuchhandel erhältlich oder direkt im Abonnement zu beziehen.