HASTE KOMPLEXE? Anke Dyes über Milena Büsch bei LC Queisser, Köln
Milena Büsch bedient sich in ihrer konzeptuellen und medienreflexiven Malerei anachronistischer Motive – in ihrer jüngsten Einzelausstellung bei LC Queisser zum Beispiel von Grafiker*innen als Schweinebäuche bezeichneter Werbeprospekte aus dem Supermarkt, die zugleich als Bildträger und -vorlage dienen. Das undifferenzierte Massenmarketing dieser analogen Medien steht im Kontrast zu der längst zur Norm gewordenen personalisierten Werbung im Digitalen. In den Vordergrund treten so, wie Anke Dyes argumentiert, sowohl kapitalistisches Konsumverhalten und die ihm zugrundeliegende industrielle Lebensmittelproduktion als auch die Spezifik künstlerischer Appropriation: Büsch reproduziert (oder kauft) nicht die, die eigene Subjektivität affirmierenden Bilder (oder Produkte), sondern die Kommunikationsweise des billigsten demokratischen Angebots.
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