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Juni 2018

Aktuelle Ausgabe

Heft Nr. 110
Juni 2018
„Performance Evaluation“

In den 18 Jahren, seit sich Texte zur Kunst zuletzt mit einer ganzen Ausgabe dem Thema „Performance“ widmete, hat sich viel getan: Performance ist inzwischen allgegenwärtig, umfasst alle möglichen Handlungen, ob auf Bühnen, in Kunstinstitutionen oder in den Sozialen Medien. Auch ist der Begriff heute nicht mehr von seiner wirtschaftlichen Bedeutung (Performanz) abzulösen: Er bezeichnet sowohl eine Kunstform als auch eine Leistung. Es ist diese ökonomische Dimension der Performance, die in unserer neuen Ausgabe „Performance Evaluation“ in die Analyse der künstlerischen Performance einfließt. Denn mit der Betonung der Leistung geht es immer häufiger auch um Leistungsmessung, um Likes und Noten, Besucherzahlen und Follower. Mit Texte zur Kunst #110 wollen wir diese Überschneidungen betrachten und die Bedeutung von Performance heute, innerhalb und außerhalb der Kunst, untersuchen.

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20. Juni 2018

Endstation Selbstbezug Hans-Christian Dany über „Harald Szeemann: Museum of Obsessions“ und „Grandfather: A Pioneer Like Us“ im Getty Center und ICA in Los Angeles

Die Entwicklung des modernen Kurators beginnt, so wird oft argumentiert, mit Harald Szeemann. Er erfand Genres und produzierte epochemachende Ausstellungen und nebenbei überhaupt erst die Rolle des freien Kurators, wie Hans-Christian Dany hier ausführt. Nachdem Szeemann im Jahr 2005 verstorben ist, gingen sein persönliches Archiv sowie seine Bibliothek an das Getty Research Institute in Los Angeles.

In L.A. zeigte das Getty Center den Kurator und sein Schaffen in zwei Ausstellungen. Dany hat beide besucht und dabei Szeemann auch als Pionier des kuratierten Alltags entdeckt.

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25. Mai 2018

Hauptsache Performativ

Im Vorfeld der Veröffentlichung unserer neuesten Ausgabe "Performance Evaluation" (#110, Juni 2018), haben wir nochmals unsere Performance-Ausgabe aus dem Jahr 2000 zur Hand genommen, um die Rezension der Philosophin Ruth Sonderegger über ein Buch zum Thema Performance und das Performative zu lesen. In ihrem erhellenden Text bietet Sonderegger eine umfassende Analyse der problematischen Verwendung von Performance durch Autoren, die in ihren Essays dieses Bandes versuchen, eine zeitgemäße Definition von Performance-Modi zu liefern, die von der einst angekündigten Linguistischen Wende abweichen. Obwohl vor fast 20 Jahren veröffentlicht, fühlt sich die Diagnose von Sonderegger auch heute noch sehr aktuell an.

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18. Mai 2018

Gallery Weekend Evaluation

Das Gallery Weekend lässt sich gut in Zahlen ausdrücken: Besucherzahlen und Anzahl der teilnehmenden Galerien sind evaluierbare Werte. Aber was ist mit den Ausstellungen selbst? Und kann Evaluation Kritik sein? Hier bietet die „Texte zur Kunst“-Redaktion in Zusammenarbeit mit den Autorinnen Tina Schulz und Luisa Kleemann den Versuch einer Auswertung des diesjährigen Gallery Weekend und einiger seiner Begleitveranstaltungen. Nach Kriterien wie Komplexität, Zugänglichkeit oder inhaltlicher Dichte wurden 14 Ausstellungen sowie die „New York Times Art Leaders Network Konferenz“ von uns bewertet und verglichen und jeweils mit einer kurzen (qualitativen) Auswertung bedacht.

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8. Mai 2018

Nuancen von „Nein“ Hanna Fiegenbaum über „Luci Lippard“

Performance und Sprachhandlungen spielen auch in unserer kommenden Ausgabe von Texte zur Kunst zur „Performance Evaluation“ eine Rolle. Hier betrachtet Hanna Fiegenbaum für uns Gleichklang und Bedeutungsverschiebung im Werk von „Luci Lippard“. Der Austausch nur eines Buchstabens ändert alles: Es geht um die Band, nicht um die Autorin.

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Editionen

Tauba Auerbach, „Pilot Wave Induction (altered stills), 2018“, 2018

3. Mai 2018

Actors and Directors Sven Lütticken on The Congo Tribunal

In the last half year, Milo Rau’s The Congo Tribunal has been on a transmedial journey from book to film to exhibition. The latter was shown at Stroom in The Hague, as well as STUK in Leuven. The tribunal itself had two consecutive iterations: The Berlin Hearings at the Sophiensaele in Berlin in June 2015 built on hearings in Bukavu in Eastern Congo the previous month. In response to endemic violence, the Congo Tribunal sought to identify and accuse the responsible actors—individual and collective or corporate; regional, national and international or global; local guerrilla fighters and ministers as well as mining corporations and NGOs. Rau’s 2017 film has not only been released in cinemas in Europe but also shown and discussed across Congo, establishing a situation of direct feedback. Footage documenting these Congo screenings was in turn part of the Stroom exhibition, which also features other forms of documentation (including full-length recordings of the tribunals in Congo and Berlin), and a VR installation.

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30. April 2018

Evelyn Annuß über die Zukunft der Volksbühne Scheitern als Chance

Die kurze Phase von Chris Dercon als Leiter der Volksbühne ist gerade beendet. Im Vorlauf zum nächsten Heft von Texte zur Kunst (zu Performance und Evaluation), blicken wir noch einmal auf die Debatte und die Proteste gegen die Neuausrichtung des Theaters am Rosa Luxemburg Platz. Evelyn Annuß, Theaterwissenschaftlerin und Initiatorin der von mehr als 40000 Personen unterschrieben Petition zur Neuverhandlung der Intendanz der Volksbühne, sieht im derzeitigen Krisen-Moment eine echte Chance, endlich wirklich darüber zu sprechen, wie Theater und Politik (in Berlin) zusammenkommen können.

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18. April 2018

Tristes Structures Ben Caton on Tom McCarthy at the Roter Salon

Let the Brexit emigration begin! Berlin recently hosted two events to celebrate the German translation of the polymathic penman and part-time artist Tom McCarthy’s latest opus, Satin Island. To herald the publication of McCarthy’s novel for a German audience, both events took place at the embattled Volksbuehne, and Texte zur Kunst contributor Ben Caton was there to report on the arrival of a British exile on the hallowed ground of Rosa-Luxemburg-Platz.

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10. April 2018

Miranda Warning Amanda Schmitt on the Power of Allegory and Allusion

On the heels of the publication of our latest issue in March, we continue to monitor the debate around #MeToo and #NotSurprised in the art world and elsewhere. In that context, we are very pleased to offer a brief but powerful text from Amanda Schmitt, who speaks here for the first time as writer following her lawsuit against Artforum and Knight Landesman. While many have submitted Schmitt’s name as proof of institutions that shelter and defend harassment, Texte zur Kunst wanted to offer a space in which Schmitt can speak in her own voice and with her own words. What follows is an attempt to talk around that which cannot be named directly, to construct a frame, in short. As in the language of art, Schmitt’s frame is both a limit and a support mechanism.

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TEXTE ZUR KUNST steht für kontroverse Diskussionen und Beiträge international führender Autor/innen über zeitgenössische Kunst und Kultur. Neben grundlegenden Essays bietet die 1990 in Köln von Stefan Germer (†) und Isabelle Graw gegründete und seit 2000 vierteljährlich in Berlin publizierte Zeitschrift Interviews, Gesprächsrunden und ausführliche Besprechungen zu Kunst, Film, Musik, Markt und Mode ebenso wie zu Kunstgeschichte, Theorie und Kulturpolitik. Seit 2006 erscheinen der umfangreiche, jeweils einem spezifischen Thema gewidmete Hauptteil sowie ausgewählte Besprechungen in Deutsch und Englisch. In jeder Ausgabe wird die Zeitschrift von international renommierten Künstler/innen mit exklusiven Editionen unterstützt.