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März 2019

Aktuelle Ausgabe

Heft Nr. 113
März 2019
„Diskriminierung/Discrimination“

In der aktuellen Ausgabe No. 113 „Diskriminierung/Discrimination“ untersucht TEXTE ZUR KUNST Strukturen innerhalb des Kunst- und Kulturbetriebs, in denen Rassismus und Diskriminierung praktiziert, toleriert und reproduziert werden. Dieses besondere Heft konzentriert sich speziell auf den deutschen Kontext und enthält Diskussionen und Texte von Künstler*innen und Theoretiker*innen, die sich mit den aktuell andauernden politischen und sozialen Krisen befassen, insbesondere mit den Herausforderungen, die diese Krisen an die Sprache und Begriffe der Kunstkritik stellen. Wie kann Kritik eine angemessene Erklärung für Diskriminierung und Ungerechtigkeiten leisten, die alle Ebenen der Gesellschaft berücksichtigt und durchdringt?

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18. März 2019

Im Sprachgewimmel Nadja Abt über Slavs and Tatars in der Galerie für zeitgenössische Kunst "Ў", Minsk

Wie lässt sich anhand von Linguistik die Geschichte verschiedener Länder und ihrer Bevölkerung nachvollziehen? Und wie lässt sich Kunst als politischer Kommentar verstehen, wenn sie jene Sprachwissenschaft nutzt um verschlüsselt sichtbar zu machen, was nicht gesagt werden darf? Die Redakteurin von Texte zur Kunst, Nadja Abt, reiste ins belarussische Minsk, um herauszufinden wie solche Erzählweisen funktionieren können.

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13. März 2019

Banksy werttheoretisch von Isabelle Graw

Banksys Aktion einer (teilweisen) Schredderung seines Bildes „Girl with Balloon“ (2006) in der Sotheby’s Auktion vom 5. Oktober 2018 hat in den Medien ein breites Echo gefunden. Von der „Tagesschau“ bis zur Bunten wurde darüber berichtet. Seither ist „Girl with Balloon“ unter seinem neuen Titel „Love is in the Bin“ (2018) im Museum Frieder Burda in Baden-Baden vom 2. Februar bis 3. März präsentiert und wie eine Ikone gefeiert worden. Und ab dem 7. März wird es in seiner neuen Heimat, der Staatsgalerie Stuttgart, zu sehen sein, die es als dauerhafte Leihgabe erhielt. Angesichts dieser jüngsten institutionellen Wertzuschreibungen geht Isabelle Graw der besonderen Wertform dieses Bildes auch mit Blick auf die Frage seiner kunsthistorischen Bedeutung nach.

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6. März 2019

As if there were no ifs Annika Haas über das CTM Festival 2019 in Berlin

Das CTM Festival Berlin wurde 1999 ursprünglich als begleitendes Programm zur transmediale gegründet und hat sich seitdem vom Festival für digitale Kultur als eigenständiges Musik - und Kunstevent emanzipiert. Das Programm, das sich neben Workshops und Installationen aus Auftritten internationaler experimenteller Performance- und Musikgruppen zusammensetzt, gilt mittlerweile als zukunftsweisend in der elektronischen Musikszene. Die Medientheoretikerin Annika Haas hat das Festival Ende Januar 2019 besucht und für uns die musikalischen und performativen Höhepunkte zusammengefasst.

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3. März 2019

In Memoriam: Karl Lagerfeld (1933-2019) im Interview mit Jutta Koether

Mit Karl Lagerfelds (1933-2019) Tod steht das Ende der Ära an großen Pariser Modefürsten der Nachkriegsgeschichte bevor. Viele seiner Aussagen zu Politik- und Gesellschaftsfragen wurden medial ausgeschlachtet und sind, sofern sie stimmen, äußerst kritisch zu betrachten. Dennoch möchten wir noch einmal auf sein Schaffen als Modedesigner, Fotograf und Autor zurückblicken, wenn wir hier ein Interview für die "Mode"-Ausgabe aus dem Jahre 2004 wiederveröffentlichen. Damals führte Jutta Koether das Interview mit Karl Lagerfeld - per Fax.

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Editionen

Arturo Herrera, „Crush“, 2019

2. März 2019
Heft Nr. 113

RASSISMUS BENENNEN Sven Beckstette im Gespräch mit Veronika Fuechtner und Oliver Hardt

In ihrem Artikel „Germany’s knowledge of its racist past has blinded it to its racist present“ (2013) schrieb die in den Vereinigten Staaten lebende Kulturwissenschaftlerin Veronika Fuechtner über das gravierende Auseinanderklaffen zwischen „Erinnerungskultur“ und einem immer noch nicht thematisierten Rassismus in Deutschland. Auch der Filmemacher Oliver Hardt dokumentiert Erfahrungen und Schwierigkeiten nicht weißer Kulturschaffender in seinem Film „Black Deutschland“ (2006). Fuechtner, Hardt und der Kunsthistoriker Sven Beckstette diskutieren über die Begriffe „Rassismus“ und „Whiteness“ sowie soziologische Unterschiede zwischen Deutschland und den USA.

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2. März 2019
Heft Nr. 113

Kritik der Kunstkritik

(Von Sabeth Buchmann and Isabelle Graw)

Jedem kunstkritischen Urteil liegt ein Moment von Diskriminierung (im Sinne von Abgrenzung) zugrunde, weshalb Diskriminierung und Kunstkritik unmittelbar aufeinander bezogen sind. Wie lässt sich jedoch eine Form von Kunstkritik entwickeln, die gesellschaftliche Diskriminierung ebenso reflektiert wie ihre eigenen diskriminatorischen Voraussetzungen? Und wie kann Kunstkritik andere als ökonomische Kriterien stark machen und zugleich ein wesentlicher Faktor des Marktgeschehens sein? Gemeinsam gehen die Mitbegründerin von Texte zur Kunst, Isabelle Graw, und die Kunsthistorikerin Sabeth Buchmann diesen Fragen aus einer ebenso gegenwartsbezogenen wie historischen Perspektive nach. So greifen sie die entsprechenden Debatten in der fast 30-jährigen Geschichte dieses Magazins auf und hinterfragen dabei selbstkritisch ihre eigenen diskriminatorischen Werkzeuge.

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27. Februar 2019

Jeffrey West Kirkwood on “The New Alphabet” at Haus der Kulturen der Welt, Berlin

In early January, the Haus der Kulturen der Welt in Berlin opened its latest exhibition around the theme of the "The New Alphabet.“ In a nutshell, the project investigates and explores new modes of communication in our multilingual world. Languages (machine and human) and their codes are examined as the specific outcomes of knowledge production, which means, also as instruments of power. The art historian Jeffrey West Kirkwood was present at the opening series of events that included works, performances, lectures, and discussions by Joseph Vogl, Alexander Kluge, Hito Steyerl, among many others.

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27. Februar 2019
Heft Nr. 113

AUFGELADENE FRACHT Nadja Abt über Ulrike Müller im Kunstverein für die Rheinlande und Westfalen, Düsseldorf

„Ulrike Müller: Container“, Kunstverein für die Rheinlande und Westfalen, Düsseldorf, 2018/2019, Ausstellungsansicht

Die Erfindung einer genormten, stapelbaren Stahlbox revolutionierte 1956 den Welthandel und ist heutzutage Sinnbild der Globalisierung. Anfang Januar verlor die „MSC Zoe“ ca. 300 dieser Container während eines Sturms in der Nordsee. Seitdem werden Flachbildschirme und alle ...

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TEXTE ZUR KUNST steht für kontroverse Diskussionen und Beiträge international führender Autor/innen über zeitgenössische Kunst und Kultur. Neben grundlegenden Essays bietet die 1990 in Köln von Stefan Germer (†) und Isabelle Graw gegründete und seit 2000 vierteljährlich in Berlin publizierte Zeitschrift Interviews, Gesprächsrunden und ausführliche Besprechungen zu Kunst, Film, Musik, Markt und Mode ebenso wie zu Kunstgeschichte, Theorie und Kulturpolitik. Seit 2006 erscheinen der umfangreiche, jeweils einem spezifischen Thema gewidmete Hauptteil sowie ausgewählte Besprechungen in Deutsch und Englisch. In jeder Ausgabe wird die Zeitschrift von international renommierten Künstler/innen mit exklusiven Editionen unterstützt.