Galerie Buchholz Köln Berlin Galerie Neu Berlin Kunstmuseum Basel Art Berlin CFA Berlin the map for contemporary art in Berlin Viennacontemporary NYABF
September 2018

Aktuelle Ausgabe

Heft Nr. 111
September 2018
„Amerika“

Die September-Ausgabe von Texte zur Kunst konzentriert sich auf Amerika (va. auf die Vereinigten Staaten): das Land, die Idee und alles, was dazugehört. Was ist Amerika heute anderes als ein Widerspruch zwischen brutaler politischer Realität und einem weitgehend fiktiven Selbstverständnis, in dem die Fiktion ebenso viel über Fakten aussagt wie "alternative Fakten" über die Wahrheit? Innerhalb dieses Widerspruchs versucht dieses Heft, sich mit der gegenwärtigen politischen Situation zu befassen, ohne dabei zu tief in mikropolitische Diskurse einzutauchen, die aktuell die Diskussionen anheizen. Das Trump-Regime hat eine neue Form der Politik eingeführt, deren Taktik näher an der künstlerischen Praxis liegt als bisherige traditionelle Formen der Regierungsführung: parallele Wahrheiten werden erfunden und Fakten in Frage gestellt. Damit sind Kunst- und Kulturschaffende in der einzigartigen Lage, eine Analyse der spezifischen Formen anzubieten, die die zeitgenössische Politik in Amerika bestimmen. Wir haben Künstler*innen und Kritiker*innen beauftragt, neue Strategien zu entwickeln, um der grassierenden Barbarei entgegenzutreten und dem Drang zu widerstehen, angesichts der nicht enden wollenden Angriffe in Lähmung und Kapitulation zu erstarren.

Zum Inhaltsverzeichnis

10. September 2018

Relektüre eines Mythos Christian Hillengaß über „50 Jahre nach 50 Jahre Bauhaus 1968“ im Württembergischen Kunstverein, Stuttgart

Wie betrachten wir heute das Erbe des Bauhaus? Die Jubiläumsfeiern des nächsten Jahres werden uns sicher mehr Aufschluss darüber geben. Aber auch die Geschichte des Bauhauses hat eine Geschichte, mit der sich nun wiederum die aktuelle Ausstellung in Stuttgart befasst. Um eine kritische Aufarbeitung bemüht, untersucht sie, wie sich die berühmte Schule im wichtigen Jahr 1968 in der Bundesrepublik repräsentierte. Christian Hillengaß schildert die Ambitionen einer Ausstellung über die Ausstellung.

Lesen

3. September 2018
Heft Nr. 111

Brief an eine freundin in New York von Isabelle Graw

Der Brief dient, von Virginia Woolf bis zu Chris Kraus, in der Literatur als Mittel einer längeren gedanklichen Auseinandersetzung, das Persönliches und Zeitgeschehen ineinander verwebt und Politisches im privaten Ton nach außen kommuniziert. Isabelle Graw nutzt jene Form, um ihre Reflexionen über die verheerenden Auswirkungen der US-amerikanischen Politik und des Neoliberalismus auf die Kunstwelt mit einer New Yorker Freundin zu teilen.

Lesen

22. August 2018

Driving Space Stephan Janitzky über Maximiliane Baumgartners „Fahrender Raum“, München, und ihre Ausstellung in der Galerie Kirchgasse, Steckborn

In München begehren Künstler*innen mit einer Vielzahl neuer, spannender Projekträume und -gruppen gegen den bayerischen Konservatismus auf. Stephan Janitzky berichtet in unserem zweiten Text zum Thema Kunstpädagogik über einen jener Orte, in Bezug auf die lange Tradition Münchner Aktionsräume und die Wiederentdeckung des Monte-Veritá-Künstlers Gusto Gräser jenseits des Szeemann`schen Archivs.

Lesen


Editionen

Mark Leckey, „Pearl Vision“, 2012

27. Juli 2018

Evaluating Knowledge = Evaluating Art? Tom Holert on the Resistance to Quantification in Art and its Critical Discourses

What is it about art that can be measured? The default response to this question is usually dismissive and accompanied by fervent displays of criticality in the face of the ideology of quantification. The idea of the measurability (or quantificability) of art seems anathema to a still prevalent notion of art as being predominantly about expression, emotion, creativity, and subjectivity. Even a concept of art that draws on Conceptualist and post-Conceptualist methodologies tends to reject attempts to measure its efficiency or coherence as being intrinsically inappropriate. That said, the apparent and increasing contemporary desire to evaluate and to be evaluated – to (re)produce subjects of and for evaluation – is regularly met with a posture of refusal and resistance. The reluctance to admit the measurability of art as an ideological construction has become one of the last stands in the opposition against universal quantification. Or so it seems.

Lesen

6. Juli 2018

Lee Lozanos Traum des Lebens von Branden W. Joseph

Für unsere kommende Ausgabe #111 haben wir Künstler/innen und Kunsthistoriker/innen gebeten, ihre Gedanken und Befürchtungen zur aktuellen politischen Lage in Amerika zu formulieren. In diesem Zusammenhang lohnt es sich, noch einmal einen Blick auf die Arbeit Lee Lozanos zu werfen, um zu hinterfragen inwieweit sich die Verschränkungen von politischem Aktivismus und Kunstproduktion, von Kulturinstitutionen und Politik über die Jahre verändert haben. Der Artikel stammt aus unserem Heft 79 zu "Life at Work".

Lesen

20. Juni 2018

Endstation Selbstbezug Hans-Christian Dany über „Harald Szeemann: Museum of Obsessions“ und „Grandfather: A Pioneer Like Us“ im Getty Center und ICA in Los Angeles

Die Entwicklung des modernen Kurators beginnt, so wird oft argumentiert, mit Harald Szeemann. Er erfand Genres und produzierte epochemachende Ausstellungen und nebenbei überhaupt erst die Rolle des freien Kurators, wie Hans-Christian Dany hier ausführt. Nachdem Szeemann im Jahr 2005 verstorben ist, gingen sein persönliches Archiv sowie seine Bibliothek an das Getty Research Institute in Los Angeles.

In L.A. zeigte das Getty Center den Kurator und sein Schaffen in zwei Ausstellungen. Dany hat beide besucht und dabei Szeemann auch als Pionier des kuratierten Alltags entdeckt.

Lesen

25. Mai 2018

Hauptsache Performativ

Im Vorfeld der Veröffentlichung unserer neuesten Ausgabe "Performance Evaluation" (#110, Juni 2018), haben wir nochmals unsere Performance-Ausgabe aus dem Jahr 2000 zur Hand genommen, um die Rezension der Philosophin Ruth Sonderegger über ein Buch zum Thema Performance und das Performative zu lesen. In ihrem erhellenden Text bietet Sonderegger eine umfassende Analyse der problematischen Verwendung von Performance durch Autoren, die in ihren Essays dieses Bandes versuchen, eine zeitgemäße Definition von Performance-Modi zu liefern, die von der einst angekündigten Linguistischen Wende abweichen. Obwohl vor fast 20 Jahren veröffentlicht, fühlt sich die Diagnose von Sonderegger auch heute noch sehr aktuell an.

Lesen

TEXTE ZUR KUNST steht für kontroverse Diskussionen und Beiträge international führender Autor/innen über zeitgenössische Kunst und Kultur. Neben grundlegenden Essays bietet die 1990 in Köln von Stefan Germer (†) und Isabelle Graw gegründete und seit 2000 vierteljährlich in Berlin publizierte Zeitschrift Interviews, Gesprächsrunden und ausführliche Besprechungen zu Kunst, Film, Musik, Markt und Mode ebenso wie zu Kunstgeschichte, Theorie und Kulturpolitik. Seit 2006 erscheinen der umfangreiche, jeweils einem spezifischen Thema gewidmete Hauptteil sowie ausgewählte Besprechungen in Deutsch und Englisch. In jeder Ausgabe wird die Zeitschrift von international renommierten Künstler/innen mit exklusiven Editionen unterstützt.