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IM HIRTENSTALL GEBOREN? Nanne Buurman über kuratorische Governementalität bei der „documenta fifteen“

INLAND (José Ortiz Echagüe), „RUIN – RUMINATE“, 2022, Installationsansicht

INLAND (José Ortiz Echagüe), „RUIN – RUMINATE“, 2022, Installationsansicht

Im weitläufigen Ausstellungskontext der „documenta fifteen“ trat sie immer wieder in Erscheinung, die Figur des Hirten. Dem geht die Kunst- und Kulturwissenschaftlerin Nanne Buurman im abschließenden Beitrag der Reihe „Documenta Debrief“ nach und nimmt mit Michel Foucaults Konzept der Pastoralmacht die Ambivalenzen kuratorischer Gouvernementalität im Rahmen der diesjährigen Ausgabe in den Blick. In ihrer Reflexion der Rhetorik von kollektiver Fürsorge hinterfragt die Autorin das von den Kurator*innen postulierte Angebot einer heilsamen Zusammenkunft. Wer hütete im Kasseler Kollektivsommer wen und bot Schutz wovor? Kritisch lotet Nanne Buurman die Machtstrukturen zwischen Hirten und Herden aus. Zugleich bieten ihre Überlegungen die Chance, das eigene, durch Unterdrückungsmechanismen geprägte Denken zu überprüfen.

Ausgehend von der Beobachtung, dass die Figur des Hirten und das Motiv des Schafehütens in vielen künstlerischen Arbeiten präsent waren, nehme ich im Folgenden mit Hilfe von Michel Foucaults Konzept der Pastoralmacht die Ambivalenzen kuratorischer Governementalität auf der „documenta fifteen“ in den Blick. Die Formlosigkeit dieses Kollektivs der Kollektive hat nicht nur Ressentiments bei konservativeren Verfechter*innen des Individualismus ausgelöst, sondern paradoxerweise auch bei beteiligten Künstler*innen, Mitarbeiter*innen und Besucher*innen zu teilweise tiefgreifenden affektiven Verwundungen geführt. [1] Diese Reaktionen, so meine These, lassen sich unter anderem als Konsequenz einer fortschreitenden Biopolitisierung kuratorischen Handelns verstehen, die ethische Motive des „guten Lebens“ in den Vordergrund rückt. [2] Die folgenden Fragmente sind Ausschnitte einer umfassenderen Auseinandersetzung mit der Genealogie kuratorischer Moral, in der neben Michel Foucaults Überlegungen zur Geburt der Biopolitik unter anderem auch Friedrich Nietzsches Verachtung von Herdenmoral und das biblische Gleichnis des guten Hirten als wirkmächtige Denkfiguren selbst Gegenstand kritischer Reflexion werden, was jedoch im Kontext dieses Textes den Rahmen sprengen würde.

Mit dem Konzept des Lumbung stellten ruangrupa nicht nur eine Ethik der Fürsorge ins Zentrum ihres kuratorischen Ansatzes, sondern auch eine an Teilhabe orientierte Ökonomie des Commoning mit dem Ziel der dezentralen Umverteilung von Ressourcen. Was als strukturelle Intervention in hierarchisierende, individualisierende und zentrierende Organisationsstrukturen der Documenta angelegt war, spiegelte sich auch in vielen künstlerischen Beiträgen. In den oft dokumentarisch angelegten Film- und Videoarbeiten etwa wurden traditionelle präindustrielle Praktiken der gemeinschaftlichen Landnutzung als Alternativen zu kolonial-kapitalistischen Enteignungen und Einhegungen in Szene gesetzt – wobei die Figur des Hirten (seltener der Hirtin) als eine nomadische Figur an vielen Stellen einen Auftritt bekam. Die Party- und Saunazelte von Cinema Caravan wanderten während der Laufzeit der Ausstellung täglich an neue Orte. Über Coa Minghao und Chen Jianjun heißt es auf der „documenta fifteen“-Website: „Ihr Beitrag zur documenta fifteen bringt unterschiedliche Menschen zusammen: Viehhalter*innen und Hirt*innen, diverse Communities in Kassel, Wissenschaftler*innen, Geolog*innen, Anthropolog*innen, lumbung member, lumbung-Künstler*innen und Besucher*innen. Treffpunkt für alle ist ein schwarzes Zelt aus gewebtem Yak-Haar und Mischgewebe. Es steht im Park vor der Orangerie. Seine Form ist angelehnt an Nomad*innenzelte, die zwischen der Atlantikküste und der osttibetischen Hochebene von Hirt*innenvölkern bewohnt werden.“ [3] Und zu INLAND, die unter anderem auch das European Shepard’s Network gegründet haben und Hirtenschulen ausrichten, kann man im Katalog lesen: „Heute konzentriert sich INLAND auf landbasierte Kooperationen und Ökonomien. […] Indigene, nomadische und andere ländliche Gruppen werden zusammengebracht.“ [4] Die Omnipräsenz pastoraler Motive – auf der „documenta fifteen“ und im zeitgenössischen Kunstbetrieb allgemein – spricht angesichts der scheinbar unlösbaren globalen Krisenverflechtungen für die Sehnsucht nach einer heilen Welt ruraler Gemeinschaftlichkeit, die in künstlerischen Arbeiten zum Teil recht plakativ und idealisierend der kalten urbanen industrialisierten Welt des extraktivistischen Kapitalismus gegenübergestellt wird. [5]

Pınar Öğrencis, „Aşît“, 2022, Installationsansicht

Pınar Öğrencis, „Aşît“, 2022, Installationsansicht

Pastoralmacht

In seinen Vorlesungen zur Geschichte der Governementalität identifizierte Foucault das Pastorat, das (wie Jesus) „im Hirtenstall geboren“ sei, als ein „Präludium“ neoliberaler biopolitischer Herrschaftsformen. [6] Diese sanfte, nomadische und versammelnde Macht, die sich anders als souveräne Herrschaft nicht auf ein Territorium oder politische Strukturen richtet, sondern deterritorial auf eine Versammlung von freilaufenden Subjekten, besteht nicht in der Anwendung von Gewalt, sondern – wie kuratorisches Handeln – in der „richtigen Anordnung der Dinge“ als eine unmerkliche Form des Regierens. [7] Am Modell des Hirten, der die Schafe hüten muss, ohne sie einzusperren oder in ihrer Bewegung einzuschränken, zeigt sich die Ambivalenz dieser wohltätigen, selbstlosen „Macht der Sorge“, die die „Ideologie der Freiheit“ der Selbstregulierung von Märkten und Menschen im Neoliberalismus vorwegnimmt. [8] Von daher rührt schließlich auch die Tatsache“, so Foucault, „daß die Freiheit nicht nur als Recht der Individuen, das legitimerweise der Macht entgegensteht, gegenüber den Übergriffen und dem Machtmißbrauch des Souveräns oder der Regierung geltend gemacht wird, sondern die Freiheit ist nun zu einem unverzichtbaren Bestandteil der Gouvernementalität selbst geworden.“ [9]

Diese „Kunst des Regierens“ ist nach dem liberalen Prinzip des Laissez-faire als „die Kunst, die Macht in der Form und nach dem Muster der Ökonomie auszuüben“, bemüht, „so wenig wie möglich zu regieren“ [10] , was auch ruangrupas kuratorische Devise war. Die Delegation von Verantwortung nach dem Schneeballprinzip und ihr wiederholtes Insistieren auf die Selbstverantwortung der beteiligten Kollektive für ihre Beiträge lassen sich auch dahingehend als Pastoralmacht lesen, dass die Macht des Hirten laut Foucault „in einer Beziehung zur Menge“ besteht und „über die Zahl (und sei sie unzählbar) ausgeübt“ wird. Der Hirte „vereinigt eine Menschenmenge“ und „im Unterschied zum Gründer eines Reiches oder zum Gesetzgeber hinterlässt er kein Werk“. [11] Trotz aller Sympathie für die emanzipatorischen Anliegen ruangrupas geht es mir hier darum, einer Romantisierung und Exotisierung relationaler Ansätze als „unschuldiger“ kuratorischer Rahmenpolitik entgegenzuwirken. [11] Denn seit ihrer Gründung übernimmt die Documenta als kulturelle Softpower sozial (re-)produktive (und zum Teil auch geschichtsklitternde) Funktionen, deren Komplexitäten manichäischen Märchenerzählungen von Gut und Böse nicht entsprechen. [13]

Mit ihren entfremdungskritischen Heilungsrhetoriken knüpfen ruangrupa an die ersten Ausgaben der Documenta an, die im Kontext des deutschen Ordoliberalismus als ein vitalpolitisches Bemühen interpretiert werden können, eine kulturelle Heimstatt für die spirituell oder materiell obdachlos gewordenen Individuen bereitzustellen. [14] Bei ihrer Berufung hatten ruangrupa angekündigt: „Unser kuratorischer Ansatz zielt auf ein andersgeartetes, gemeinschaftlich ausgerichtetes Modell der Ressourcennutzung – ökonomisch, aber auch im Hinblick auf Ideen, Wissen, Programme und Innovationen. Wenn die documenta 1955 antrat, um Wunden des Kriegs zu heilen, warum sollten wir nicht versuchen, mit der documenta fifteen das Augenmerk auf heutige Verletzungen zu richten? Insbesondere solche, die ihren Ausgang im Kolonialismus, im Kapitalismus oder in patriarchalen Strukturen haben. Diesen möchten wir partnerschaftliche Modelle gegenüberstellen, die eine andere Sicht auf die Welt ermöglichen.“ [15] Tatsächlich schien die „documenta fifteen“ zuweilen heilsgeschichtliche Erlösungserzählungen anzubieten.

Charles Jacque, „Herd of Sheep“, 1864

Charles Jacque, „Herd of Sheep“, 1864

Freundschaftsökonomien

Aber lassen sich die Wunden des Kolonialismus und Kapitalismus dadurch heilen, dass man ein wenig näher zusammenrückt, um postkolonialen Entfremdungserfahrungen durch Anfreundungen zu begegnen? Mit dem Slogan „Make friends not art“ erinnerte die von Freundlichkeit geprägte Willkommenskultur ruangrupas nicht nur an missionarische Glaubenspraktiken, die Vergemeinschaftung durch Anrufung als „Documenta-Familie“ erreichte, sondern auch an neoliberale Freundschaftsökonomien der projektbasierten Polis, deren dehierarchisierende und als Netzwerk angelegte Organisationsformen Luc Boltanski und Ève Chiapello als konsequente Kooptierung von Künstler*innenkritik in Der Neue Geist des Kapitalismus beschrieben haben. [16] Durch die oft niedrigschwelligen Eingemeindungen in einen auf Harmonie und Konsensualität bedachten Freund*innenkreis werden konstruktive kritische Positionierungen erschwert. Statt polizeilicher Grenzüberwachung wurde bei der „documenta fifteen“ eine Gäst*innenfreundschaft gepflegt, die ohne große Hürden aus interessierten Besucher*innen scheinbar Teilnehmer*innen werden ließ. Nur „Friends only“-Schilder erinnerten daran, dass hier auf freiwilligen Selbstausschluss von denjenigen gebaut wurde, die sich nicht als Teil der „Documenta-Familie“ fühlen wollten oder konnten. Oder muss das Auftauchen dieser Slogans vor dem Hintergrund der Antisemitismuskontroversen, die aus Freund*innen frenemies machten, [17] auch als Signal passiv-aggressiver Zwangsvergemeinschaftungen à la „Wer nicht für uns ist, ist gegen uns“ verstanden werden?

Die zum Teil indifferent erscheinende Offenheit freundlicher Aufgeschlossenheit lässt sich über Foucaults Laissez-faire-Politik hinaus auch als eine radikale Responsibilisierung der Teilnehmenden verstehen, die angesichts des postkritischen kuratorischen Liberalismus auf sich selbst zurückgeworfen wurden, ein Selbst, dessen individuelle Sorgen jedoch wenig kümmerten. [18] Dass diese Kehrseite der freundschaftsökonomischen Eingemeindung von Mitarbeitenden, die beispielsweise als „Sobat-Sobat“ (indonesischer Begriff für Freund*innen) titulierten Kunstvermittler*innen zur Freundschaft verpflichtet wurden, Erschöpfung, Burnout und Depressionen offenbarte, stand im harten Kontrast zur Rhetorik der Fürsorge. Gefordert war eine emotionale Identifikation mit der Arbeit aus Liebe zur Sache. [19] Wie die Sobats in ihrer Publikation Ever been Friendzoned by an Institution berichteten, wurde zum Teil an ihre Solidarität appelliert, Kolleg*innen nicht im Stich zu lassen, um sie so zu Mehrarbeit zu bewegen. [20]

In einem Kontext, in dem Geld und Gewinnstreben ein gewisses Tabu darstellen, wurde erwartet, dass die Vermittler*innen aus Leidenschaft nicht nur ihre Arbeitskraft, sondern ihre ganze Persönlichkeit in den Dienst der Documenta stellten. Während der „gute Hirte“ seine Macht just aus der Passion, der Bereitschaft, sein Leben zu geben, zieht, wie Jesus im Gleichnis des Johannesevangeliums erklärt, [21] wurden die Angestellten (die in der Bibelfassung Martin Luthers als untreue lohnarbeitende „Mietlinge“ verächtlich gemacht wurden) zwischen den Widersprüchlichkeiten affektiv aufgerieben. Dieses Oszillieren zwischen libertärer Befreiung und prekärer Selbstausbeutung gehört zu den Ambivalenzen „kuratorischer Ethik“, in deren Kontext Machtkritik ins Leere zu laufen droht, weil der Thron leer ist, wenn sich die Hirten als Teile der Herde verstehen.

Nanne Buurman, Karlsaue, Kassel

Nanne Buurman, Karlsaue, Kassel

Genealogie der Genealogie

In seiner Moralkritik hatte Nietzsche die „Selbstkreuzigung zum Heile des Menschen“ [22] und die krankmachenden Nachwirkungen „priesterliche[r] Kur-Naivitäten“ [23] kritisiert und gefragt: „Wer will noch regieren? Wer noch gehorchen? Beides ist zu beschwerlich. Kein Hirt und Eine Heerde!“ [24] Sein Vorschlag, dem Ethos der Nächstenliebe den „Krieger“, die „souveräne Individualität“, das „Raubtier“ und die „blonde Bestie“ [25] entgegenzusetzen, schwingt auf (un-)heimliche Weise in einigen konservativen Kritiken der „documenta fifteen“ von Verfechter*innen des uneingeschränkten Individualismus mit. Wenn man vor diesem Hintergrund mit Foucault die „Zweischneidigkeit […] aller Dispositive, die die Freiheit erzeugen sollen und die gegebenenfalls die Gefahr mit sich bringen, genau das Gegenteil hervorzubringen“ [26] , kritisieren möchte, dann sollte man sich auch mit der Genealogie von Foucaults Denken auseinandersetzen, das ja bekanntlich auch Nietzsche viel verdankt. Eine solche Genealogie der Genealogie müsste sich beispielsweise mit den mehr oder weniger impliziten Orientalismen, Rassismen und Antisemitismen, Übersetzungen und Aneignungen in diesen Erzählungen auseinandersetzen. Aber das ist ein weiteres Kapitel, denn bemerkenswerterweise hatte die Pastoralmacht im Rückgriff auf Hirtenmetaphern laut Foucault ihren Ursprung im vorchristlichen „Orient“ [27] , bevor sie über die Entwicklung von Techniken der christlichen Seelsorge konstitutiv für die moderne „Kunst des Regierens“ wurde.

Nanne Buurman beschäftigt sich als Kunst- und Kulturwissenschaftlerin unter anderem mit den sozial-reproduktiven Dimensionen kuratorischer Praxis. Als wissenschaftliche Mitarbeiterin für Documenta- und Ausstellungsstudien an der Kunsthochschule Kassel ist sie seit 2018 am Aufbau des documenta-Instituts und des Transdisziplinären Forschungszentrum für Ausstellungsstudien – TRACES beteiligt gewesen und hat 2020 bis 2022 eine Forschungsgruppe zu NS-Kontinuitäten bei der documenta kogeleitet. Sie ist Mitherausgeberin der Bände documenta. Curating the History of the Present (2017), Situating Global Art (2018), Networks of Care. Politiken des (Er)haltens und (Ent)sorgens (2022) und Mitgründerin der Webplattform documenta studien.

Image Credits: 1. © documenta archiv / photo Nicolas Wefers; 2. courtesy of "documenta fifteen," photo Nanne Buurman; 3. public domain; 4. photo privat

Anmerkungen

[1]Dies berichteten alle Teilnehmenden meines „documenta digest“-Seminars in Kassel, die unter anderem als Vermittler*innen, Aufsichten, Aufbau- und Gastropersonal, in der Presse und Publikationsabteilung bei der „documenta fifteen“ gearbeitet haben, sowie Menschen aus meinem Umfeld in Kassel aber, auch beteiligte Künstler*innen.
[2]Siehe auch Nanne Buurman, „Vom Gefängniswärter zur Heilerin. Kuratorische Autorschaften im Kontext vergeschlechtlichter Ökonomien“, in: Kritische Berichte, 4, 2016, erweiterte englische Fassung: „From Prison Ward to Healer? Curatorial Subjectivities in the Context of Gendered Economies“, in: OnCurating, 52, 2021, und „CCB with … Displaying Curatorial Relationality“, in: dOCUMENTA (13)s Logbook, in: Journal of Curatorial Studies, 5.1, 2016, bearbeitete Wiederveröffentlichung: „CCB with … Displaying Curatorial Relationality“, in: dOCUMENTA (13)’s Logbook, in: documenta. Curating the History of the Present, OnCurating, 33, 2017.
[3]„Cao Minghao and Chen Jianjun“, documenta fifteen, .
[4]Ruangrupa/Artistic Team, Documenta fifteen Handbuch, Berlin 2022, S. 116.
[5]Weitere Arbeiten auf der „documenta fifteen“, in denen Hirten und Herden erschienen, waren unter anderem Pınar Öğrencis Film Aşît (2022) im Landesmuseum, die Filme von Komîna Fîlm a Rojava im Fridericianum und Hito Steyerls zurückgezogene Arbeit Animal Spirits. Zudem bin ich allein in den letzten zwei Wochen über Bilder von Herden in Angela Andersons Arbeit Three or more Ecologies (Ausstellungshalle der Kunsthochschule Kassel) und Simon Dennys Merge (Kunstverein Heidelberg) gestolpert.
[6]Michel Foucault, Sicherheit Territorium Bevölkerung. Geschichte der Gouvernementalität I (1978), Frankfurt/M. 2006, S. 194 und S. 268f.
[7]Ebd., S. 145.
[8]Ebd., S. 186 und S. 77.
[9]Ebd., S. 506.
[10]Ebd., S. 144.
[11](1, 2) Foucault, Geständnisse des Fleisches, Berlin 2019, S. 509.
[12]Siehe hierzu auch Mi You, „What Politics? What Aesthetics? Reflections on documenta fifteen“, e-flux, 131, 2022, und Buurman, „Engendering Exhibitions. The Politics of Gender in Negotiating Curatorial Authorship“, in: Journal of Curatorial Studies, 6.1, 2017.
[13]Buurman, „The Exhibition as a Washing Maschine? Some Notes on Historiography, Contemporaneity, and (Self-)Purification in documenta’s Early Editions“, in: Stasis. Taking a Stance, Katalog der Thessaloniki-Biennale 2019, Sommer 2020. Überarbeitete Fassung online; Buurman, „d is for democracy? documenta and the Politics of Abstraction between Aryanization and Americanization“, in: Modos Journal, Revista de história da arte, 2, 2021.
[14]Buurman, „Northern Gothic: Werner Haftmann’s German Lessons, or A Ghost (Hi)Story of Abstraction“, in: documenta studien/documenta studies, # 11, 2020.
[15]„ruangrupa übernimmt künstlerische Leitung der documenta fifteen“, documenta fifteen, 22. Februar 2019.
[16]Luc Boltanski/Ève Chiapello, Der neue Geist des Kapitalismus, Konstanz 2003.
[17]Meron Mendel/Saba-Nur Cheema/Sina Arnold (Hg.), Frenemies, Berlin 2022.
[18]Alain Ehrenberg, Das erschöpfte Selbst. Depression und Gesellschaft in der Gegenwart, Frankfurt/M. 2004. Ders., „Depression: Unbehagen in der Kultur oder neue Formen der Sozialität“, in: Christoph Menke/Juliane Rebentisch, Kreation und Depression. Freiheit im gegenwärtigen Kapitalismus, Berlin 2012.
[19]Zur affektiven Arbeit im kulturellen Feld und Ambivalenzen der „Feminisierung“ von Arbeit und Macht, siehe u. a. Buurman, „CCB With“, und Dies., „Home Economics. Curating as a Labour of Love“, in: Esse. Arts and Opinions, 30, Special Issue „Feminisms“, Mai 2017. Siehe auch Donna Haraway, Simians, Cyborgs, and Women: The Reinvention of Nature, New York 1991; Cristina Morini, „The Feminization of Labour in Cognitive Capitalism“, in: Feminist Review, 1, 2007, S. 40–59; Hardt/Negri, Commonwealth, Cambridge/MA 2009, S.131–149; Silvia Federici, „Über Affektive Arbeit“, in: Felicita Reuschling, Beyond Re/production. Mothering, Berlin 2011, S. 30–38; Kathi Weeks, „Life Within and Against Work: Affective Labor, Feminist Critique and Post-Fordist Politics“, in: Ephemera, 1, 2007.
[20]Ever been Friendzoned by an Institution? Kassel, Lumbung Press, 2022.
[21]„Der gute Hirte“, Die Lutherbibel, Joh. 10, 11.
[22]Friedrich Nietzsche, Genealogie der Moral. Eine Streitschrift (1887), Stuttgart 1988, S. 22¬–25.
[23]Ebd., S. 21.
[24]Nietzsche, Also sprach Zarathustra, I, Vorrede, S. 5.
[25]Nietzsche, GDM, S. 30.
[26]Foucault, Geburt der Biopolitik. Geschichte der Gouvernementalität II (1979), Frankfurt/M. 2006, S. 104f.
[27]Er spricht von Ägypten, Assyrien Mesopotamien und „den Hebräern.“ (STB, S. 185, 187, 188).